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Streamingdienst Deezer einigt sich mit Gema

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Deezer will als einer der ersten in Deutschland Musik per Stream anbieten.

(Bild: Deezer)

Der französische Musik-Streamingdienst Deezer und die Verwertungsgesellschaft Gema haben auf der Musikmesse Midem eine Lizenzvereinbarung über die Nutzung von urheberrechtlich geschützten Musikstücken getroffen. Sie orientiert sich an dem Gesamtvertrag zwischen Gema und dem Branchenverband Bitkom. Somit muss Deezer jeweils 10,25 Prozent der Nettoeinnahmen aus Abonnements sowie aus Werbeeinnahmen an die Verwertungsgesellschaft abführen.

Deezer ist somit einer der ersten Musikstreaming-Dienste, der seine Musik mit Einverständnis der Musikverwertungsgesellschaft in Deutschland anbietet. Der französische Konzern setzt auf eine enge Verknüpfung mit dem sozialen Netzwerk Facebook. Nutzer können sich nur mit einem Facebook-Konto auf der Seite anmelden. Das soziale Netzwerk hat vor kurzem ähnliche Vereinbarungen mit den Musikportalen Spotify, Rhapsody, Rdio, MOG und Vevo getroffen.

Laut eigener Aussage ist Deezer mit rund 15 Millionen Abonnenten der weltweit führende Musik-Streamingdienst. Seit Dezember 2011 ist er auch in Deutschland verfügbar. Zwar erwirtschaftet die Firma noch keinen Gewinn, soll aber aber seinen Umsatz von 20 Millionen US-Dollar im Jahr 2010 auf 70 Millionen US-Dollar im Jahr 2011 gesteigert haben. Die Gema hat mehr als 64.000 Künstler als Mitglieder. (hcz)

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