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Streamingdienst und DRM: Disney+ schließt Linux-Nutzer aus

Bald öffnet der Streamingdienst Disney+ in den ersten Staaten. Doch auf Linuxgeräten wird er vorerst nicht verfügbar sein, Grund ist die DRM-Verschlüsselung.

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(Bild: Disney/heise online)

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Wenn Disney seinen Streamingdienst Disney+ öffnet, müssen Linux-Nutzer draußen bleiben: Wie Netflix und Prime Video setzt auch Disney+ auf das von Google entwickelte DRM-Plug-in Widevine als Kopierschutz, um seine Inhalte zu schützen. Widevine kennt drei Sicherheitsstufen und im Gegensatz zur Konkurrenz nutzt Disney+ derzeit die höchste Sicherheitsstufe, Desktop-Linux-Systeme unterstützen jedoch nur die erste Sicherheitsstufe. Netflix und Amazon verlassen sich auf die niedrigste Sicherheitsstufe, allerdings mit der Beschränkung, dass die Inhalte nicht in HD-Qualität gestreamt werden.

Auf diesen Umstand aufmerksam gemacht hat der Fedora-Entwickler Hans de Goede in einem Blog-Eintrag. In den Niederlanden, wo de Goede lebt, hatte Disney+ bereits im September einen Soft-Launch. Doch wie de Goede schreibt erscheint auf Linux-Systemen in den von ihm getesteten Browsern nur eine Fehlermeldung. Daraufhin kontaktierte de Goede den Support von Disney+. Dieser sei sich des Problems bewusst und versicherte, dass die IT-Abteilung an einer Lösung arbeitet. Allerdings gibt es einen Monat später noch keine Neuerungen. Disney empfiehlt den Dienst auf einem Telefon oder Tablet zu nutzen.

Möglicherweise gibt es in den drei Wochen bis zum Start von Disney+ in den Vereinigten Staaten, Kanada und den Niederlanden noch ein umdenken bei dem Medienkonzern. Auch Maxdome, Prime Video und Netflix ließen sich anfangs nur mit einigem Aufwand auf Linuxsystemen nutzen. Für Deutschland gibt es derzeit noch keinen festen Einführungstermin für Disneys Angebot. Der Konzern hatte angekündigt, dass Disney+ Anfang 2020 in Europa starten soll.

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(mho)