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Street View durch die Hintertür

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Google ist dabei, eine in die Zehntausende gehende Anzahl von Einsprüchen zu bearbeiten, bevor der Straßenansichtsdienst Street View in Deutschland an den Start gehen soll. Nun hat der Suchmaschinenriese einen anderen Weg gefunden, das Straßenbild hierzulande wenigstens punktuell zu zeigen: auf dem Street-View-Layer tauchen jetzt die von Nutzern hochgeladenen Bilder des Google-eigenen Dienstes Panoramio auf.

Grundsätzlich neu ist das nicht. Für Google Earth gibt es schon seit geraumer Zeit ein Panoramio-Layer. Wer in die Rundumsichten hineinklickt, der findet schnell heraus, dass die hier abgebildeten Personen oder Autokennzeichen nicht anonymisiert sind, so wie es Datenschützer in Deutschland fordern. Der Justiziar des Heise-Verlags stellt dazu in c't 9/2010 fest: "Daher landen wahrscheinlich auch solche Motive bei den beliebten Online-Kartendiensten, bei denen die abgebildeten Menschen mit einer solchen Nutzung keineswegs einverstanden sind. Betroffene könnten – notfalls auch gerichtlich – von Google oder Microsoft verlangen, die Bilder nicht mehr zu verwenden".

Google Streetview durch die Hintertür (5 Bilder)

Google Streetview mit Panoramio-Punkten

Das gelbe Streetview-Mänchen findet nun auch in Deutschland Landepunkte. (Bild: Volker Weber)

Johannes Caspar, der Hamburger Beauftragte für den Datenschutz, meint dazu: "Wir müssen uns Gedanken machen, ob wir die Verpixelungstechnik, die Google für die Street-View-Bilder anbietet, auch auf benutzergenerierten Content anwenden lassen müssen. Wenn ein Anbieter flächendeckend Bilder anbietet, dann sollte er dazu auch in der Verantwortung stehen." (vowe)

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