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Streit über iPhone-Entsperrung: Bill Gates stellt sich auf Seite des FBI

Der Microsoft-Mitgründer Bill Gates schert aus der Phalanx der IT-Welt aus und meint, Apple solle dem FBI helfen, das iPhone eines toten Terroristen zu entsperren.

Bill Gates

Bill Gates im Gespräch mit der "Financial Times"

(Bild: ft.com)

Microsoft-Mitgründer Bill Gates vertritt unter den bedeutenden Figuren der US-amerikanischen IT-Welt offenbar aktuell einen ganz eigenen Standpunkt. Während sich Apple-Chef Tim Cook weigert, dem FBI dabei zu helfen, das iPhone eines toten Terroristen zu entsperren, und dabei von anderen IT-Lenkern unterstützt wird, stellt sich Gates auf die Seite des FBI, wie die Financial Times berichtet. IT-Unternehmen sollten aufgefordert werden dürfen, bei solchen Untersuchungen gegen Terrorismus zu helfen.

So wie FBI-Chef James Comey denkt auch Gates offenbar, wenn Apple beim Entsperren hülfe, würde kein Präzedenzfall geschaffen. "Dies ist ein spezieller Fall, in dem die Regierung um Hilfe bittet, um an Informationen zu gelangen", sagte Gates laut dem Bericht. Es gehe der Regierung nicht um ein Prinzip.

Das iPhone war von Syed Rizwan Farook genutzt worden, der gemeinsam mit seiner Frau im Dezember 2015 im kalifornischen San Bernardino 14 Menschen erschoss. Das FBI will vor allem, dass Apple per Software-Eingriff die Funktion aushebelt, die den Inhalt eines Telefons löscht, wenn zehnmal ein falsches Passwort eingegeben wird. Die Behörde hat dafür eine gerichtliche Verfügung erlangt, gegen die sich Apple wehrt.

CEO Tim Cook meint unter anderem, falls sein Unternehmen dem nachkomme, könne es weit reichende Konsequenzen haben. Das befürchtet unter anderem auch Google-Chef Sundar Pichai. Nun hat sich auch Facebook-Chef Mark Zuckerberg auf Cooks Seite gestellt, wie es in US-Berichten heißt. "In dieser Hinsicht haben wir Verständnis für Apples Standpunkt", sagte Zuckerberg. Von Microsoft-CEO Satya Nadella gibt es zu dem Thema noch keine offizielle Stellungnahme, aber es gibt laut US-Medien Hinweise darauf, dass er Cooks Standpunkt unterstützt. (anw)

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