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Streit um Datenklau: SAP und Oracle einigen sich auf Schadensersatz

Oracle hatte SAP bereits 2007 wegen unrechtmäßigen Datendownloads, Urheberrechtsverletzung und Industriespionage verklagt. SAP hatte die Verfehlungen mit Downloads eingestanden, Vorwürfe der Industriespionage aber stets zurückgewiesen.

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(Bild: dpa, Uwe Anspach)

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SAP und sein Rivale Oracle haben ihren jahrelangen Streit um Daten-Downloads einer US-Tochter des deutschen Software-Konzerns beigelegt. SAP zahlt im Rahmen der Einigung rund 359 Millionen Dollar wie aus am späten Donnerstag veröffentlichten Gerichtsunterlagen hervorgeht.

Oracle hatte SAP bereits 2007 verklagt. Mitarbeiter der amerikanischen SAP-Tochter TomorrowNow hatten unrechtmäßig Daten zum technischen Betreuung von Oracle-Produkten heruntergeladen. SAP hatte die Verfehlungen eingestanden und sich öffentlich entschuldigt; Vorwürfe von Oracle, SAP habe Industriespionage betrieben, wies SAP aber immer wieder zurück.

Die Staatsanwaltschaft von San Francisco kam bei ihren Ermittlungen auf mindestens 6249 Fälle. Sie brummte SAP eine Strafe von 20 Millionen Dollar auf, die SAP auch klaglos zahlte.

Parallel zu dem Strafverfahren lief seit 2007 die zivilrechtliche Klage von Oracle vor einem kalifornischen Gericht. Oracle bekam erst 1,3 Milliarden Dollar zugesprochen, der Betrag wurde jedoch später auf rund 270 Millionen Dollar zusammengestrichen, was Oracle nicht akzeptieren wollte. Ein Gericht schlug zuletzt 356,7 Millionen Dollar als neue Summe vor, die Oracle jetzt zusammen mit Zinsen von knapp 2,5 Millionen Dollar bekommen soll. (jk)