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Technology Review

Stromversorgung über WLAN-Signale

Im Internet der Dinge sollen in Zukunft kleine Geräte aller Art vernetzt sein. Dazu brauchen sie jedoch Strom – den sie vielleicht schlicht per WLAN bekommen könnten, wie ein aktuelles Projekt zeigt.

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Stromversorgung über WLAN-Signale

WLAN-Router von Asus.

(Bild: Hersteller)

Forschern von der University in Washington in Seattle ist es gelungen, einen Temperatursensor und eine Kamera über WLAN mit Strom zu versorgen. Um die mögliche Energieausbeute zu erhöhen, programmierten sie Standard-Chipsets dazu so um, dass sie kontinuierliches Rauschen statt nur in kurzen Spitzen Daten senden. Das Verfahren könnte das Problem der Stromversorgung für das Internet der Dinge lösen, berichtet Technology Review.

Zunächst schlossen Vamsi Talla und seine Kollegen lediglich eine Antenne an einen Temperatursensor an und maßen, wie viel Strom sich auf diese Weise aus dem WLAN-Signal beziehen lässt. Die Spannung im Sensor überstieg dabei nie die erforderliche Betriebsspannung von ungefähr 300 Millivolt. Allerdings kam sie diesem Wert oft nahe. Also programmierten die Forscher Atheros-Chipsets so um, dass sie ständig ein Rauschen sendeten.

Wie sich zeigte, konnte der Temperatursensor auf diese Weise in bis zu sechs Metern Entfernung vom Router drahtlos mit Strom versorgt werden; mit einem zwischengeschalteten Akku ließ sich die Reichweite sogar auf etwa neun Meter erhöhen. Auch der Betrieb einer Kamera – mit relativ geringem Stromverbrauch und niedriger Auflösung – war mit einem zusätzlichen Kondensator als Stromzwischenspeicher möglich. Allerdings reichte die Energie hier nur für ein Bild alle 35 Minuten. (Sascha Mattke)

Mehr dazu bei Technology Review online:

(sma)

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