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Technology Review

Studenten-Satellit YES2 erhält Starterlaubnis

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Im Rahmen der YES2-Mission soll im All später ein 30 Kilometer langes Kunststoffseil abgewickelt werden.

Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat grünes Licht für den Start des fast ausschließlich von Studenten gebauten Satelliten YES2 gegeben. Der rund 36 Kilogramm schwere "Young Engineers' Satellite 2" soll im September im Rahmen der russischen Foton-M3-Mission an Bord einer Sojuz-Trägerrakete ins All befördert werden. Startplatz ist das Kosmodrom im kasachischen Baikonur.

Zirka 500 Studenten aus aller Welt haben mehrere Jahre an der Entwicklung und Produktion von YES2 gearbeitet. In der Endphase des von der ESA an die Firma Delta-Utec vergebenen Projekts waren noch etwa 60 Studenten beteiligt. Zuletzt war der Satellit ins russische Samara gebracht worden, wo er beim Sojuz-Hersteller TsSKB Progress erstmals die vorgesehene Position an der Außenhaut der Foton-M3-Raumsonde einnahm.

Die Studenten integrierten unter anderem ein etwa 30 Kilometer langes Kunstfaserseil (das sogenannte Tether) in den Satelliten, an dem später eine kleine Raumkapsel zunächst auf eine Wiedereintrittsflugbahn in die Erdatmosphäre geführt und dann abgeworfen werden soll. Nach der Kappung des Seils soll die Kapsel ohne die sonst übliche Unterstützung von Triebwerken an einem Fallschirm zur Erde schweben und möglichst zielgenau wieder in Kasachstan landen. (pmz)

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