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Studie: 120 Millionen ungenutzte Handys in deutschen Haushalten

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In den Schubladen der Verbraucher in Deutschland liegen nach Berechnungen des Marktforschungsinstituts YouGov rund 120 Millionen ausrangierte Mobiltelefone. Bei einer repräsentativen Meinungsumfrage sagten knapp drei Viertel (74 Prozent) der Befragten, dass sie mindestens ein Handy besitzen, das sie nicht mehr benutzen. Davon besitzen 45 Prozent zwei oder mehr ungenutzte Mobiltelefone. Für die Studie wurden 1012 Personen befragt. Der IT-Verband Bitkom hatte im März 2012 noch insgesamt 83 Millionen ausrangierte Handys gezählt.

Anfang 2012 hatte der Bitkom erfragt, wie die Deutschen ihre Handys entsorgen.

Besonders der Umstieg vom traditionellen Mobiltelefon auf ein Smartphone habe die Menge der Handy-Altgeräte in Deutschland steigen lassen. Experten empfehlen, ausgediente Handys nicht einfach wegzuwerfen, sondern zum Recycling abzugeben. Denn in den meisten Mobiltelefonen stecken Stoffe wie Kupfer oder Blei, die im Grundwasser Schaden anrichten können und daher nichts im Hausmüll verloren haben. Außerdem können bei der Entsorgung wertvolle Edelmetall zurückgewonnen werden.

Handybesitzer können ihre Altgeräte zum Beispiel an kommunalen Abfallsammelstellen oder Recyclinghöfen abgeben. Viele gemeinnützige Organisationen nehmen ebenfalls alte Handys an und verkaufen sie für einen guten Zweck weiter. Gleiches gilt für die meisten Mobilfunkprovider oder Firmen, die auf den Ankauf von Gebrauchtgeräten spezialisiert sind. Um die Rückgabequote zu steigern hatten die Grünen erst vor wenigen Monaten ihre Forderung nach einem Handypfand erneuert. (mho)