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Studie: 2006 dominiert Microsoft den Konsolenmarkt

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Microsoft hat im Konsolenmarkt in wenigen Jahren die Nase vorn. Diese Meinung vertritt zumindest Forrester Research in einer aktuellen Studie. Demnach werde Microsoft bereits im Jahr 2006 mit seinem Xbox-Nachfolger das führende System stellen. Der jetzige Marktführer Sony werde dann mit seinem PlayStation-2-Nachfolger nur noch den zweiten Platz belegen und Nintendo auf den dritten Rang rutschen. Dieser Kraftakt soll dem Softwaregiganten vor allem durch seine langjährige Marketing-Erfahrung gelingen.

Trotz der weit verbreiteten Meinung, die Xbox sei schon immer unter Wert verkauft worden, hält Microsoft an seinem rund 2 Milliarden US-Dollar teuren Projekt fest. Daran ließ zuletzt Finanzchef John Connors keinen Zweifel aufkommen, als er vor kurzem anmerkte, das Interesse am Konsolenmarkt sei auch weiterhin stark. Wenn nötig, werde man die Investitionen in die Xbox auch verdoppeln. Ferner verweisen die Analysten auf den Siegeszug des Internet Explorer, der zwar später als der erste Netscape-Browser erschien, den einstigen Marktführer aber dennoch vom Thron stoßen konnte.

Interessant ist auch das Abschneiden Nintendos in der heise online vorliegenden Studie. So stehe es für die Analysten außer Frage, dass Nintendo mit der nächsten Konsolengeneration aus dem Rennen sein wird, so zumindest die Einschätzung der Analysten. Spätestens dann könne die japanische Traditionsschmiede mit dem technischen Entwicklungsstand der Konkurrenz nicht mehr mithalten. In einer ähnlichen Situation befand sich vor zwei Jahren Sega, die mit der Dreamcast keine Erfolge feiern konnten und deshalb die Produktion stoppten.

Den zumindest von Sony und Microsoft verfolgten Onlineplänen geben die Experten derzeit keine reelle Chance. Sobald das Interesse daran jedoch steigt, könnte sich auch in diesem Geschäftsfeld die Dominanz des US-amerikanischen über das japanische Unternehmen zeigen. "Microsoft hat im Bereich Online Gaming mehr Erfahrung und weniger zu verlieren als Sony", rechtfertigt Forrester seine Annahme. (daa)

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