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Studie: Drohende Diesel-Fahrverbote heizen Auto-Rabatte an

Nach dem Gerichtsurteil zu Fahrverboten in Großstädten bleiben Autohändler auf Diesel-Fahrzeugen sitzen. Verschrottungsprämien sollen dem entgegenwirken, dürften aber aufs Klima kaum Auswirkungen haben, wie eine Studie zeigt.

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Blaue Umweltplakette soll kommen ? Diesel bleibt billiger als Benzin. Porsche Auspuff, Autostadt, VW, Abholhalle

(Bild: Kristina Beer)

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Nach dem Urteil zu möglichen Diesel-Fahrverboten rechnet Branchen-Experte Ferdinand Dudenhöffer mit weiteren Preisnachlässen für Neuwagen. Die Kunden würden die bereits angebotenen Verschrottungs- und Eintauschprämien noch stärker als bislang in Anspruch nehmen, teilte der Leiter des CAR-Centers der Universität Duisburg-Essen am Samstag unter Berufung auf eine Studie seines Instituts mit. Ebenso seien neue Offerten der Hersteller zu erwarten, die den ohnehin schon angespannten Markt für gebrauchte Diesel-Fahrzeuge weiter belasten könnten.

Leidtragende seien die Händler, die gebrauchte Diesel bereits jetzt nur nach langen Standzeiten und mit hohen Abschlägen weiterverkaufen könnten. "Die Eintauschprämien wälzen das schmutzige Diesel-Problem auf den Handel ab." Die Klima-Wirksamkeit der Eintauschprämien halte er angesichts eines Bestandes von knapp 12,5 Millionen Diesel-Autos mit der Schadstoffnorm Euro 5 oder schlechter für überschaubar. Selbst wenn 500.000 "Schmutzdiesel" verschrottet würden, mache das lediglich vier Prozent des Bestandes aus.

Angesichts der drohenden Fahrverbote fällt es der Industrie offenbar auch schwer, gar nicht betroffene Euro-6-Diesel zu verkaufen. Der Studie zufolge hat Volkswagen erstmals über Internet-Portale spezielle Rabatte angeboten, die nur für Diesel-Modelle gelten. Die zusätzliche Diesel-Neukaufprämie betrage bis zu 1200 Euro, berichtete Dudenhöffer. Insgesamt erreichte das Niveau der verschiedenen Rabattaktionen im Februar schon fast wieder das hohe Niveau vom Jahresende. Auffällig seien hohe Internet-Preisnachlässe für BMW-Modelle. (dpa) / (tiw)

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