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Studie: Elektroautofahrer sind mit ihrem Gefährt hochzufrieden

Viele Nutzer eines Elektrofahrzeugs empfehlen es weiter, sich solch ein Gefährt anzuschaffen.

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Studie: Elektroautofahrer sind mit ihrem Gefährt hochzufrieden

Ein E-Golf am Netz

(Bild: heise online)

Nutzer von Elektrofahrzeugen sind mit ihrem Fahrzeug oft zufrieden. Eine Umfrage unter 3111 privaten und gewerblichen Nutzern hat gezeigt, dass 84 Prozent von ihnen es weiterempfehlen, ein solches Fahrzeug anzuschaffen. Mehr als die Hälfte der gewerblichen E-Halter plane, weitere Elektrofahrzeuge anzuschaffen. Das hat das DLR-Institut für Verkehrsforschung ermittelt.

Als Gründe, sich ein E-Fahrzeug anzuschaffen, dominiert einmal das Interesse an einer innovativen Technik, zum anderen daran, die Umweltbelastung zu reduzieren. Dies haben 88 beziehungsweise 87 Prozent der Befragten angegeben, heißt es in einer Mitteilung. Die günstigeren Energiekosten pro Kilometer waren für 80 Prozent wichtig und für 77 Prozent der Fahrspaß. Weniger wichtig waren den Befragten für die Anschaffung Anreize wie etwa die Befreiung von der Kfz-Steuer oder kostenloses Parken und Laden.

84 Prozent der Besitzer eines Fahrzeugs mit reinem Elektroantrieb (BEV) besitzen noch einen weiteren Pkw. Unter den Besitzern eines Plugin-Hybriden, die neben dem Elektro- auch noch einen Verbrennungsmotor haben (PHEV), beträgt der Anteil 54 Prozent. Mehr als die Hälfte der privaten Nutzer gab an, wegen der eingeschränkten elektrischen Reichweite keine Wochenend- und Urlaubsfahrten mit dem E-Fahrzeug durchführen zu können. Hierfür wird meist ein konventionell angetriebener Pkw des Haushalts eingesetzt. Während konventionelle Neuwagen jährlich 15.400 km gefahren werden, sind es bei BEV 10.300 km und bei PHEV 13.600 km.

Elektroautos in Deutschland (55 Bilder)

BMW produziert den i3 seit September 2013, in Deutschland wurde er ab November 2013 ausgeliefert. Grundpreis: 35.000 Euro. BMW gibt die Reichweite mit bis zu 200 km im Alltagsbetrieb an.

Die meisten privaten Nutzer laden das Elektrofahrzeug täglich am Wohnort. Rund 36 Prozent von ihnen können zusätzlich am Arbeitsplatz laden. Gewerbliche Nutzer laden am häufigsten auf dem eigenen Betriebsgelände. Rund die Hälfte der gewerblichen Fahrzeuge wird darüber hinaus auf dem Privatgrundstück des Nutzers geladen. Rund 20 Prozent der Nutzer gaben an, mindestens einmal wöchentlich eine öffentliche Ladesäule zu nutzen. Gleichzeitig besteht der Wunsch vor allem nach Schnellladepunkten im (halb-)öffentlichen Raum. 58 Prozent der privaten und 68 Prozent der gewerblichen Nutzer bewerteten solche Schnellladepunkte als notwendig. 70 Prozent der privaten Nutzer wünschen sich eine größere elektrische Reichweite und würden dafür durchschnittlich 18 Euro (BEV-Nutzer) beziehungsweise 23 Euro (PHEV-Nutzer) pro zusätzlichen elektrischen Kilometer auf den Anschaffungspreis zahlen.

Der typische Elektrofahrzeugnutzer ist ein gebildeter Mann um die 51 Jahre mit höherem Einkommen. Dabei leben die meisten Elektrofahrzeugnutzer nicht in einem großstädtischen, sondern eher einem kleinstädtischen bis ländlichen Um- feld. 22 Prozent der Befragten wohnen in einer größeren Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern, 53 Prozent in Kleinstädten und Landgemeinden einer Größe von weniger als 20.000 Einwohnern.

Gewerbliche E-Fahrzeug-Nutzer sind meist kleine Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten und bis zu neun Fahrzeugen – inklusive dem Elektrofahrzeug – im Fuhrpark. Dies widerspreche der bislang oft geäußerten Erwartung, dass vor allem große Flottenbetreiber die Treiber der Elektromobilität darstellen würden, meinen die Autoren der Studie. 54 Prozent der gewerblichen Fahrzeuge werden in Groß- und Mittelstädten eingesetzt. (anw)

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