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Studie: Facebook-Nutzer sind meistens ehrlich

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Auf Facebook und in anderen Netzwerken gelten im Grunde die gleichen sozialen Regeln wie im echten Leben. Die meisten Nutzer zeigen auf den Plattformen ein relativ originalgetreues Bild von sich, haben Forscher der Universitäten in Münster, Mainz und Göttingen herausgefunden. Bei den meisten Kontakten können sich Surfer also darauf verlassen, dass ihnen nichts vorgespielt wird. Unterschiede könnte es höchstens in speziellen Netzwerken geben, etwa für berufliche Kontakte oder zur Partnersuche.

Vermutlich wäre das ständige Verstellen auch ziemlich schwer: "Es gibt dort viele verschiedene Daten, aus denen sich einiges zusammensetzen lässt", erklärt Professor Mitja Back vom Münsteraner Institut für Psychologie. Aufschlussreich seien zum Beispiel das Foto und die Selbstbeschreibung, aber auch Beiträge und "Gefällt-mir"-Klicks. Natürlich gibt es auch viele Nutzer, die in den Netzwerken nur wenig über sich verraten. "Das alleine ist aber auch schon eine Information", sagt Back. "Oft sind die, die bei Facebook viel erzählen, auch im echten Leben eher laut und extrovertiert."

Für ihre Studie haben die Forscher eine Stichprobe von etwa 100 Profilen bei sozialen Netzwerken untersucht. Unter anderem wurden dabei auch andere Personen gefragt, wie gut ihnen fremde Profile gefallen. Das Ergebnis: Auch hier funktioniert im Netzwerk vieles so wie im realen Leben. "Wer dominant auftritt, erreicht meistens einen hohen Status", nennt Back ein Beispiel. Beliebt sei dagegen eher, wer sich freundlich und höflich verhält. (dpa) / (anw)

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