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Studie: Fahrlässiger und übervorsichtiger Umgang mit Daten

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Viele deutsche Web-Nutzer haben eine extreme Einstellung zur Datensicherheit. Zu diesem Ergebnis kommt der IT-Branchenverband Bitkom in einer heute veröffentlichten Studie (PDF-Datei, 54 Seiten). Die einen seien fahrlässig und leichtsinnig, die anderen übervorsichtig im Internet unterwegs. So sei es jedem siebten User egal, was mit seinen Daten im Web geschehe. Andererseits verzichte jeder Sechste aus Sicherheitsgründen komplett auf Online-Transaktionen. Für die repräsentative Studie hatte der Verband das Marktforschungsinstitut Aris beauftragt. Befragt wurden im Januar 2011 1003 Personen ab 14 Jahren in Deutschland, darunter mehr als 700 Internetnutzer.

Laut Bitkom-Präsident Dieter Kempf zeigt der hohe Anteil extremer Nutzertypen, wie wichtig Bewusstseinsbildung und Aufklärung bei Internet- und Datensicherheit ist: "Offenbar kann und muss die Aufklärung der User noch verbessert werden: Laut Studie fehlen fast der Hälfte der Internet-Nutzer Informationen, was sie selbst für den Schutz ihrer Daten im Internet tun können." Nur 40 Prozent aller User glauben den Daten zufolge, ihre persönlichen Daten seien im Web grundsätzlich sicher. 55 Prozent sind hingegen skeptisch. Dazu gehören insbesondere die jugendlichen Surfer sowie User mit hohem formalem Bildungsabschluss.

Neben dem Datenschutz sollten die Befragten auch zu netzpolitischen Themen Stellung beziehen. Deutlich etwa fiel die Ablehung zur Vorratsdatenspeicherung aus: 31 Prozent begrüßen sie tendenziell, bei 62 Prozent stößt sie eher auf Ablehung. Mehr als 80 Prozent der Befragten bemängelten eine mangelhafte Unterstützung der Nutzer durch die Politik. (hob)