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Studie: Handy-Recycling ist kein Thema

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Der finnische Mobilfunkkonzern Nokia will Handybesitzer in aller Welt zum umweltbewussteren Umgang mit ausrangierten Mobiltelefonieren bewegen. Am heutigen Dienstag stellte der Handy-Weltmarktführer eine Studie vor, laut der nur gerade einmal drei Prozent aller alten Mobiltelefone recycelt werden. Der Rest lande zumeist in irgendeiner Schublade oder auch im Hausmüll.

"Wenn jeder der weltweit drei Milliarden Menschen, die mobile Geräte besitzen, auch nur ein nicht mehr genutztes Handy zurückgäbe, könnten wir 240.000 Tonnen an Rohstoffen einsparen", rechnet Nokias Umweltchef Markus Terho vor. Das habe hinsichtlich des Ausstoßes von Treibhausgasen etwa den gleichen Effekt, "wie wenn man vier Millionen Fahrzeuge von der Straße nähme". Nokia selbst ist um ein grünes Image bemüht und liegt hinter Sony sowie Sony Ericsson an der Spitze des von Greenpeace ermittelten Guide to Greener Electronics – allerdings noch nicht ganz im grünen Bereich.

Die Befragten besaßen im Schnitt bisher fünf Handys, von denen nur ein Bruchteil dem Recycling zugeführt wurde. Das liegt laut Studie unter anderem daran, dass die Menschen zu wenig über Recyclingmöglichkeiten wüssten. Rund die Hälfte der Befragten wusste nicht, das ein Mobiltelefon weitgehend recycelt werden könne. Im Schnitt 74 Prozent denken über die Wiederverwertung ihrer Lieblingsspielzeuge gar nicht erst nach, auch wenn nahezu gleich viele Befragte Recycling grundsätzlich für umweltfreundlich halten. 78 Prozent der befragten Deutschen denken nicht daran, ihr Handy zu recyceln. (vbr)