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Studie: Jeder 4. indische IT-Mitarbeiter schummelt bei Bewerbung

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Mut zur Lücke, lautet hierzulande die Empfehlung von Personalberatern, wenn Bewerber befürchten, Unregelmäßigkeiten im Lebenslauf könnten ihre Chancen auf einen gut dotierten Job beeinträchtigen. Eine Empfehlung, die in Indien offenbar auf wenig Resonanz stößt: Laut einer Untersuchung des Wirtschaftsberatungsunternehmens First Advantage macht jeder vierte IT-Mitarbeiter falsche Angaben in seinem Curriculum Vitae, etwa was akademische Abschlüsse, Berufserfahrungen oder bereits bezogene Gehälter betrifft.

"Dass Personen bei Bewerbungen falsche Angaben machen, ist an sich nicht Neues", erklärt der Managing Director von First Advantage West Asia, Ashish Dehade. Die Schummelei im IT-Sektor habe aber einen neuen Negativ-Höhepunkt erreicht und stelle große indische Unternehmen wie Tata Consultancy Services, Satyam oder Cognizant inzwischen vor ernsthafte Probleme, zitiert die Times of India den Wirtschaftsberater. Übertroffen werde die IT-Branche nur vom BFSI-Sektor (Banking, Financial Services & Insurance), wo jeder dritte Bewerber falsche Angaben mache.

Mitunter würden auch Arbeitsvermittlungsagenturen mit unsauberen Mitteln arbeiten, um ihre Klientel an den Mann zu bringen, heißt es weiter. Dass zunehmend Bewerber mit getürkten Bewerbungen in den Betrieben unterkämen, liege vor allem an der enormen Nachfrage nach IT-Fachkräften in Indien, verdeutlicht Dehade. Häufig müssten Stellen kurzfristig besetzt werden, mit dem Ergebnis, dass genauere Prüfungen der Bewerberangaben unterblieben. Etwas besser sehe es im Bereich des Business Process Outsourcing (BPO) aus, wo bei jedem sechsten überprüften Lebenslauf falsche Angaben festgestellt worden seien. (pmz)

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