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Studie: Jeder Zehnte nutzt Smartphone auf der Autobahn

Appbedienung auf dem Smartphone ist laut einer aktuellen Studie die häufigste Nebenbeschäftigung der Fahrer bei Autobahnfahrten. Generell greife rund jeder Zehnte zum Mobilgerät.

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Jeder zehnte Autofahrer greift auf der Autobahn trotz großer Unfallgefahr zum Handy. Das fanden Verkehrspsychologen der TU Braunschweig in einer neuen Studie heraus. Viele Fahrer hätten ihr Handy nicht nur zum Telefonieren in der Hand, sondern bedienten auch Apps, erklärte Studienleiter Mark Vollrath. „Das Ergebnis ist ein 'Blindflug' von fünfzig bis hundert Metern bei hoher Geschwindigkeit“, sagte er. Die Studie lag zuerst den Radioprogrammen NDR Info und N-Joy vor.

Die Forscher fanden heraus, dass Fahrer auf der Autobahn ihr Handy doppelt so oft nutzen wie im Stadtverkehr. Bei langen und monotonen Autobahnfahrten sei die Versuchung offensichtlich groß, erklärten sie. Mit 5,8 Prozent liege das Handy-Tippen an der Spitze der Nebenbeschäftigungen beim Fahren auf der Autobahn – noch vor dem Telefonieren mit Handy am Ohr sowie dem Rauchen, Essen und Trinken.

Die Wissenschaftler hatten im Frühjahr gut 2000 Autofahrer auf der Autobahn 2 beobachtet und ihr Verhalten dokumentiert. Die Beobachtungen erfolgten demnach aus einem fahrenden Auto heraus, wobei die Beobachter gefahren wurden.

Im selben Zeitraum beobachteten sie auch knapp 3000 Autofahrer im Braunschweiger Stadtverkehr: Gegenüber einer Stadtverkehr-Studie von 2015 sei die Zahl der durch Handytipperei abgelenkten Fahrer gesunken – von 4,3 auf 2,3 Prozent. Mit weiteren Beobachtungen wollen die Forscher nun ermitteln, ob dieser positive Trend ein länger anhaltender Effekt ist.

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(axk)