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Studie: Kindersuchmaschinen sollten bedienerfreundlicher werden

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Die meisten Kinder kennen zwar Kindersuchmaschinen, nutzen sie aber wenig. Ausgehend von diesem Befund hat sich das Deutsche Jugendinstitut (DIJ) den Umgang der Kinder mit diesen Suchmaschinen angeschaut und festgestellt, dass die Informationskompetenz und der Rechercheerfolg von sechs- bis dreizehnjährigen mit ihrem sprachlichen Entwicklungsstand verknüpft sind. Suchmaschinen für Kinder sollten daher ihre Usability durch Rechtschreibkorrektur, Vorschläge für Suchbegriffe sowie einen optimierten Index verbessern, heißt es in einer Mitteilung.

Für ihre Studie hat das DIJ die Logfiles der Kindersuchmaschinenanbieter Blinde Kuh, fragFINN und Helles Köpfchen analysiert. Sie enthielten 600.000 Suchanfragen, die von den Kindern über das zentrale Eingabefeld abgeschickt worden waren. Außerdem befragten die Forscher nach eigenen Angaben zusätzlich Kinder zu ihrem Nutzungsverhalten.

Kinder recherchieren überwiegend per Einwort-Suche und beenden ihre Recherche meistens nach einer einzigen Suchanfrage. Die Logfiles hätten außerdem gezeigt, dass die Kinder ihre Sucheingaben oft gar nicht oder auch falsch korrigieren. Auch deshalb hielten sich die Kinder nur relativ kurz auf den Suchmaschinen auf.

Kindersuchmaschinen dienen vorwiegend als Rechercheinstrumente für schulische Themen, heißt es in der Mitteilung weiter. Suchbegriffe spiegelten deutlich die Lehrpläne wider und ließen sich meist einzelnen Schulfächern zuordnen. An Wochenenden werden Kindersuchmaschinen dagegen weniger genutzt, in der Ferienzeit gehen die Anfragen um rund 90 Prozent zurück.

Als meistgesuchte Wörter haben die Forscher "Spiel", "Hund" und "Sex" ermittelt. Das zeige, "wie wichtig das Auffinden altersgerechter Inhalte über die Kindersuchmaschinen ist, um Kinder von für sie ungeeigneten frei zugänglichen Inhalten, z.B. pornografischen, zu schützen". (anw)