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Studie: Linux ist das meistgenutzte Embedded-Betriebssystem

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Laut einer Studie des amerikanischen Marktforschungsunternehmens VDC ist Linux das meistgenutzte Embedded-Betriebssystem in der Industrie. 18 Prozent aller Ingenieure aus dem Embedded-Umfeld, die an der Studie teilnahmen, verwenden eine Linux-Firmware für ihre Geräte. Weitere fünf Prozent bedienen sich bei anderen freien Embedded-Systemen wie dem Real-Time-Projekt FreeRTOS, TinyOS oder eCOS.

Gründe für den Einsatz von Linux im Embedded-Bereich sind, dass es viele Entwicklungs-Tools kostenlos gibt und für die Linux-Firmware auch keine Lizenzkosten (Royalties) pro produziertem Gerät anfallen. Als weitere wichtige Vorteile nannten die Ingenieure die große Flexibilität von Linux durch die offenen Quellen, die jederzeit beliebig angepasst werden könnten, sowie eine gewisse Vertrautheit mit Linux allgemein.

Verbesserungen in der Hardware-Unterstützung haben laut VDC dafür gesorgt, dass Linux inzwischen einige Hürden bei der Verbreitung überwunden hat. Allerdings sei Linux bei besonders kleinen Systemen, Geräten mit Real-Time-Anforderungen und in Sicherheitsbereichen noch nicht richtig angekommen.

Die Anbieter kommerzieller Linux-Entwicklungsumgebungen und Embedded-Distributionen wie Montavista und Wind River müssten in Zukunft mehr tun, um sich von den inzwischen ausgereiften freien Entwicklungs-Tools abzuheben. Auch fertige Lösungsbausteine bestehend aus Hardware plus passendem, erweiterbarem Embedded Linux würden zukünftig häufiger nachgefragt. Hier läge ein weiteres Wachstumsfeld, das kommerzielle Anbieter besetzen könnten. (mid)

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