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Studie: Millionenschaden durch Browsergames?

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Rund 50 % der Spieler von Multiplayer-Browsergames wie OGame oder X-Wars spielen während der Arbeitszeit oder in der Schule. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von mehr als 1.500 Spielern durch das auf Multiplayer-Onlinespiele spezialisierte Magazin Gamesdynamite.de. Bei geschätzten 300.000 aktiven Spielern in Deutschland -- allein Marktführer OGame meldet rund 250.000 Aktive -- führt dies jährlich zu einem rechnerischen Ausfall von rund 15 Millionen Arbeitsstunden -- was einem volkswirtschaftlichen Schaden in Höhe von rund 300 Millionen Euro pro Jahr gleichkäme. Unter der Prämisse, dass rund die Hälfte der Befragten sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist, spielen damit 25 % der Spieler am Arbeitsplatz.

Oliver Hartmann von Gamesdynamite.de meint allerdings: "Diese Spiele haben einen ungeheuren Suchtfaktor -- deshalb schauen die Spieler den ganzen Tag immer mal wieder rein. Das ist aber sicher besser als eine verlängerte Kaffeepause. Bei diesen Browsergames muss wirtschaftlich gedacht und strategisch vorgegangen werden. So etwas kann Deutschland nicht schaden. Studien belegen zudem, dass Spielen am Arbeitsplatz die Zufriedenheit und Produktivität der Mitarbeiter fördert." Im Gegensatz zu Massively Multiplayer Online Roleplaying Games (MMORPGs) wie World of Warcraft oder EverQuest 2 muss für Browsergames -- außer einem gewöhnlichen Webbrowser -- keine Software installiert werden. Außerdem sind die einzelnen Spielesitzungen relativ kurz. Die Spiele eignen sich daher besonders gut als Pausenfüller.

Mittlerweile sind Browserspiele der unterschiedlichsten Genres vorhanden: Neben Weltraumspielen (beispielsweise OGame, X-Wars , IceWars oder Space Pioneers) finden sich zunehmend auch Fantasy-Spiele (Freewar), historische Titel (Travian), Piratenspiele (Feenix, Piratenkriege ), realistische Themen (Airlinesim), Sportspiele (Fussball Manager Online, F1 Manager, IceFighter) oder Gangsterszenarios (Mafia 1930).

Siehe dazu auch:

(Georg Mayer) / (jk)

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