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Studie: Nur drei Prozent der Deutschen leben häufiger ein Second Life

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Zwar kennen 71 Prozent der Bundesbürger die virtuelle Spielwelt Second Life, doch immerhin 62 Prozent der Deutschen haben die Web-2.0-Anwendung noch nie ausprobiert, der ausgiebigen Medienresonanz über den Tummelplatz der Avatare zum Trotz. Lediglich ein Prozent der Deutschen leben regelmäßig ihr "zweites Leben", weitere zwei Prozent verbringen "manchmal" und sechs Prozent selten ihre Zeit in der virtuellen Welt. So lautet ein Ergebnis einer Online-Befragung zur "Web-2.0-Awareness", die Dialego/Market Research Online in Deutschland und Frankreich mit je 1000 Interviews sowie mit jeweils 500 Fragebögen in Italien, Schweden und Russland im Auftrag von Fujitsu Siemens durchgeführt hat.

Immerhin 24 Prozent der Deutschen telefonieren demnach inzwischen mit VoIP-Anbietern wie Skype, 13 Prozent nutzen Webcams beziehungsweise IP-basierte Videokonferenzen, doch nur drei Prozent der Bundesbürger nutzen für ihre Fotos regelmäßig Angebote wie Flickr. Dieser Dienst erfreut sich hingegen in Russland größerer Beliebtheit, und während die Deutschen Blog-Muffel sind, ist diese Art, sich mitzuteilen, vor allem bei italienischen Webnutzern beliebt.

Während die Begeisterung der Unternehmen für Second Life schon wieder nachlässt und im Frühsommer ein führender Werbemanager das Web 2.0 gar als "teuerstes Missverständnis seit der New Economy" abkanzelte, hält der Trend, Geschäfte, die früher traditionell im Einzelhandel abgewickelt wurden, vom PC aus zu erledigen, an: 82 Prozent der Deutschen haben schon Online-Käufe getätigt, 42 Prozent kaufen Musik oder Filme im Internet und 76 Prozent nutzen der Studie zufolge inzwischen Online-Banking. (ssu)