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Studie: Online-Aktivitäten unverzichtbarer Bestandteil des Marketings

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In Krisenzeiten werfen Unternehmen auf der Suche nach Sparmöglichkeiten insbesondere strenge Blicke auf ihre Marketingbudgets. Das sei in dieser Rezession nicht anders als in vorigen Schwächephasen, meint die Analystin Charlene Li von Altimeter/Wetpaint. Mit einer Ausnahme: Die "sozialen Medien" seien zu einem unverzichtbaren Marketingwerkzeug geworden. Um ihre These zu belegen, hat die Marktforscherin die laut Businessweek 100 besten Marken nach der Streuung ihrer Marketingaktivitäten auf verschiedene Online-Plattformen sowie nach ihrer Intensität der Aktivitäten dort untersucht und mit dem jeweiligen Umsatzwachstum und der Gewinnspanne der vergangenen zwölf Monate korrelliert. Dabei hat Li herausgefunden, dass jene Unternehmen, die in möglichst vielen Kanälen unterwegs sind, um Kunden anzusprechen und zu betreuen, wirtschaftlich erfolgreicher sind. Sie sieht zumindest eine Korrelation zwischen Umsatzwachstum und "Engagement" auf sozialen Online-Plattformen.

Gegenüberstellung der Online-Marketing-Typen und des Umsatzwachstum der vergangenen zwölf Monate.

(Bild: engagementdb.com)

Die US-amerikanische Kaffeehaus-Kette Starbucks bekommt in Lis "Engagement"-Rangliste den ersten Platz. Das Unternehmen ist auf allen elf berücksichtigten Online-Kanälen recht intensiv aktiv und wird daher in ihrer vierstufigen Typologie als "Experte" (Maven) betrachtet. Auf den weiteren Plätzen folgen Dell mit ebenfalls elf Kanälen, eBay mit neun, Google mit elf und Microsoft mit zehn. Sie werden ebenfalls als "Experten" eingestuft. Als Beispiele für "Schmetterlinge" (Butterflies), die zwar auf diversen Kanälen aktiv sind, aber nicht so intensiv, stehen auf Platz 14 und 15 Oracle und Cisco. Ein "Selective" wie H&M auf Platz 23 treibt sich auf weniger Kanälen, dafür aber intensiver herum.

SAP als beste deutsche Firma landete auf Platz 9, Mercedes-Benz und Allianz hingegen fielen unter die letzten fünf der Rangliste. Sie werden als "Mauerblümchen" (Wallflower) eingestuft, die sich auf dem Feld der sozialen Medien noch als Neulinge betätigen. Berücksichtigt wurden Blogs, markenbezogene Social Networks, Inhaltsdistribution über andere Netze wie Facebook Content, Diskussionsforen, externe Social Networks, Foto-Plattformen, Kunden-Communitys, Wikis, Beurteilungswebseiten, Twitter und YouTube. (anw)