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Studie: Online-Dating verändert die Gesellschaft

Laut einer Studie verändere Online-Dating die Struktur der Gesellschaft: Erstmals in der Geschichte kommen Menschen zusammen, die im Alltag sonst keine Überschneidungen haben. Resultat: Die Beziehungen halten länger.

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Studie: Online-Dating verändert die Gesellschaft

Seit Jahrzehnten, womöglich Jahrhunderten, lernen Menschen klassischerweise ihre Partner über gemeinsame Freunde und Bekannte kennen. Durch Online-Dating werde dieses Konzept immer unwichtiger, fanden Wissenschaftler der Universitäten Wien und Essex heraus: Erstmals würden sich nun häufig Paare kennenlernen, die nicht aus der gleichen Umgebung oder dem gleichen Kulturkreis kommen.

Für ihre Untersuchung haben die Forscher eine Reihe von US-Studien zum Thema Online-Dating analysiert und unter anderem ein simuliertes soziales Netzwerk erstellt. Danach sei Online-Dating die dritthäufigste Art, wie sich heterosexuelle Paare kennen und lieben lernen – bei homosexuellen Paaren sei es sogar mit Abstand die häufigste.

Die simulierten Modelle zeigen nicht nur, dass sich die Gesellschaft grundsätzlich verändert und durchlässiger wird – sondern auch, dass Beziehungen länger halten. Ob das ausschließlich mit Online-Dating zu tun hat, können die Forscher aber verständlicherweise nicht zweifelsfrei nachweisen. (jkj)

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