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Studie: Onlinehandel heizt Paketmarkt in Deutschland weiter an

Mehr als drei Milliarden Pakete wurden 2017 in Deutschland verschickt. Doch die Paketdienste können kaum mit dem Online-Handelsboom mithalten.

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Amazon-Pakete

(Bild: dpa, Bernd Thissen)

Der boomende Onlinehandel sorgt weiter für ein starkes Wachstum auf dem deutschen Paketmarkt. Mehr als drei Milliarden Sendungen wurden im vergangenen Jahr innerhalb des Landes verschickt, heißt es in einer Studie der Unternehmensberatung AT Kearney. Das waren demnach sieben Prozent mehr als noch im Jahr davor.

Die Umsätze seien 2017 insgesamt ebenfalls um sieben Prozent auf 13,3 Milliarden Euro gestiegen. Ein Ende der Zuwächse ist den Autoren zufolge nicht in Sicht. Bis 2020 erwarten sie rund 3,8 Milliarden Sendungen.

Höhere Paketpreise in Sicht?

Allerdings müssten sich Endkunden sowie Onlinehändler auf steigende Preise einstellen. "Pakete zu verschicken wird in Deutschland noch immer als Standard-Dienstleistung betrachtet", teilten die Autoren der Studie mit. Jahrelange Umsatzrückgänge und höhere Sendungszahlen hätten jedoch zu Kapazitätsengpässen geführt. "Das könnte künftig die Transportkosten in die Höhe treiben."

Bei den Paketdiensten scheinen die Zeichen auch auf Preiserhöhung zu stehen: Frank Appel, Vorstandvorsitzender von Deutsche Post DHL, ließ laut Berichten der Wirtschaftspresse durchblicken, die Paketpreise mit Großkunden wie Amazon neu verhandeln zu wollen. Zuvor hatte der Konzern im Juni eine Gewinnwarnung aussprechen müssen. Die Konkurrenz von Hermes und Co. fordert bereits seit längerem höhere Zustellpreise. (axk)

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