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Studie: Open Source entlastet die Firmenkasse

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Die Marktforscher bei Soreon wollen herausgefunden haben, dass deutsche Unternehmen durch den Einsatz von Open-Source-Software massiv sparen können. In der Studie wurde die TCO (Total Cost of Operations) herkömmlicher Anwendungen denen von Open-Source-Produkten gegenüber gestellt. Vor allem Großunternehmen könnten ihre Betriebskosten durch Open-Source-Software bei Office-Produkten um 20 Prozent, bei Content-Management-Systemen um 25 Prozent und bei Servern um 30 Prozent senken.

Die Einsparungen beruhten in erster Linie auf dem Wegfall von Lizenzgebühren. Wer Server mit Linux anstelle mit Windows betreibe, könne dadurch auch die Personalkosten reduzieren. Die Einführungskosten lägen bei den Open-Source-Produkte zwar etwas höher als bei proprietärer Software, der eigentliche Betrieb sei aber entweder genauso teuer oder etwas günstiger als bei den proprietären Pendants. Die Einsparungseffekte bei kleinen und mittleren Unternehmen sind allerdings nach der Studie mit zwei bis sieben Prozent eher dürftig. Das hänge damit zusammen, dass in Unternehmen dieser Größenordnung intern nur wenig Know-how vorhanden ist, das dann teuer von außen hinzugekauft werden müsste, sei es über Berater oder durch Schulungen der eigenen Mitarbeiter. Je größer also der Betrieb, umso höher die möglichen Einsparungen.

"Hersteller proprietärer Software müssen jetzt schnell auf den zunehmenden Druck durch Open Source reagieren", meinen die Marktforscher. Bei Soreon erwartet man deutliche Preissenkungen bei den Lizenzen und beim Support klassischer Software-Hersteller als erste Reaktion auf den zunehmenden Druck von Open Source: "Microsoft und Co. kommen langfristig nicht umhin, ihre Software zu öffnen. Open Source bietet kostengünstige Entwicklungsprozesse und schnelle Marktdurchdringung -- Vorteile, die auch proprietäre Softwarehersteller verlocken sollten."

Die Studie des Marktforschungsinstituts, das zwei ehemalige Mitarbeiter von Forrester Research gegründet haben, wurde auf Basis von 50 Tiefeninterviews bei deutschen Unternehmen und Organisationen sowie Preisrecherchen bei über 30 deutschen Softwarehändlern und Systemhäusern erstellt. Auf der Grundlage der erhobenen Daten hat man bei Soreon Modellrechnungen für typische Klein-, Mittel- und Großunternehmen aufgestellt. (ola)

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