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Studie: Open Source nimmt in deutschen Unternehmen Fahrt auf

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20 Prozent der deutschen Unternehmen setzen Linux ein. Das ist eines der Ergebnisse der Studie Open Source im Durchbruchsjahr 2004 des Marktforschungsunternehmens Meta Group. 5 Prozent wenden demnach andere Open-Source-Produkte an. Besonders die Transportbranche, Versorger, Telecom-Unternehmen, der Handel und Behörden würden sich dabei hervortun. Für die Studie wurden 354 Unternehmen mit 50 und mehr Beschäftigten mit Sitz in Deutschland befragt, ob sie derzeit oder in naher Zukunft Open Source Software einsetzen beziehungsweise einsetzen werden.

Derzeit werde Open-Source-Software (OSS) vor allem in großen Unternehmen und im Server-Bereich eingesetzt, doch scheint auch der Desktop etwas aufzuholen, berichten die Marktforscher. Etwa 70 Prozent der Unternehmen, die OSS heute oder demnächst im Einsatz haben, glauben, dass sie auch auf Business Critical Servern eingesetzt werden wird. Allerdings sei etwa nur ein Drittel der Meinung, dass "business-kritische Anwendungen" auch den Desktop erreichen werden. So würden sich die Anwendungen derzeit hauptsächlich auf nicht unternehmenskritische Bereiche konzentrieren: Datenbanken, Softwaretools wie Web-Server und Entwicklungstools, Security (Firewalls), Netzwerkunterstützung und E-Mail,

In Deutschland wie auch in anderen Regionen der Welt habe der OSS-Zug Fahrt aufgenommen, resümieren die Marktforscher. "Die Unternehmenspenetration erscheint zwar noch gering, was aber auch an der großen Zahl der Mittelstandsbetriebe in Deutschland liegt. Die Zeichen stehen jedoch auf 'Freie Fahrt', so Eduard Stupening von der Meta Group.

Derweil haben die Marktforscher von IDC ermittelt, dass die Linux-Nutzer ihrem Betriebssystem besonders treu sind, jedenfalls im Vergleich mit anderen Betriebssystemen. Ihr "Loyalitätswert" würde 94 Prozent betragen, während Windows-Nutzer auf 86 Prozent kommen und Unix-Anwender auf 82 Prozent. An vierter Stelle folgt Netware mit 58 Prozent, berichtet DigiTimes. (anw)

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