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Studie: OpenStreetMap holt kommerzielle Kartenanbieter ein Update

Das Kartenmaterial von OpenStreetMap[1] (OSM) kann inzwischen teilweise mit kommerziellen Konkurrenten mithalten. Die Karten von OSM werden ähnlich wie beim Online-Lexikon Wikipedia[2] von Internetnutzern erstellt und ergänzt, wobei die Fehlerquote vergleichsweise gering ist, wie Forscher der Universität Heidelberg in einer neuen Studie[3] urteilen. Die Geoinformatiker hatten die Datensätze von OpenStreetMap und dem niederländischen Hersteller von Navigationsgeräten TomTom[4] miteinander verglichen.

OpenStreetMap

OpenStreetMap fehlen demnach noch 9 Prozent der Daten, die die Navigationsprofis bereitstellen. Die Forscher rechnen aber damit, dass die OSM-Nutzer diese Lücke bis Ende 2012 schließen werden. Größere Schwierigkeiten gibt es mit der Markierung von Abbiegeverboten, die für Autofahrer bei der Routenplanung besonders wichtig sind – hier könnte es noch einige Jahre dauern, bis OpenStreetMap die Konkurrenz eingeholt hat. An anderen Stellen sind die von der Community erstellten Daten sogar umfangreicher, zum Beispiel bei der Erfassung von Rad- und Fußgängerwegen.

[Update: Die Studie bezieht sich explizit nur auf das Kartenmaterial für Deutschland.] (dpa) / (mho[5])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-1404022

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.openstreetmap.org/
[2] http://www.wikipedia.org/
[3] http://www.mdpi.com/1999-5903/4/1/1
[4] http://www.tomtom.com/
[5] mailto:mho@heise.de