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Studie: Schnelle Preisanpassungen im Online-Handel immer wichtiger

Die Preise im Onlinehandel kommen immer mehr in Bewegung: Laut einer Studie setzen inzwischen 40 Prozent der Händler auf schnelle Preisanpassung.

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Online-Handel

(Bild: dpa, Jens Büttner)

40 Prozent der deutschen Onlinehändler setzen inzwischen auch auf sehr kurzfristige Anpassungen der Verkaufspreise ihrer Angebote. Das geht aus einer Studie des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) und der Creditreform Boniversum hervor. Wer noch nicht dabei ist, plant der Studie nach oft den Einstieg: Jedes fünfte der 130 befragten Unternehmen wolle binnen zwölf Monaten "dynamische“ Preise einführen, wie es der bevh nennt.

Vor allem sei die schnelle Preisanpassung bei Unternehmen aus der Technik- sowie der Freizeitbranche beliebt. 82 Prozent der Händler passten die Preise "unregelmäßig und nach Bedarf“ an, wobei sie sich sowohl am Verhalten der Wettbewerber als auch am Bestellverhalten der Kunden orientieren. Für die klare Mehrheit, sieben von zehn Unternehmen, sei die dynamische Anpassung der Preise ein wichtiges Instrument im Geschäft mit den Kunden.

"Grundsätzlich ist es nichts Neues, dass Händler ihre Preise Angebot und Nachfrage entsprechend anpassen. Treibende Kräfte waren schon immer der Wettbewerb und das Kundenverhalten. Heute bieten intelligente Softwarelösungen Händlern jedoch noch passgenauere Möglichkeiten der Preisgestaltung, um im dynamischen und global vernetzten Wettbewerb zu bestehen“, erklärt Christoph Wenk-Fischer, bevh-Hauptgeschäftsführer.

Aussagen darüber, inwieweit Händler auch Preise individualisieren – also etwa mit Aufschlägen für Kunden mit teuren Endgeräten – macht die Studie nicht. Gerade diese Preispolitik wird von Verbraucherschützern kritisch gesehen, allerdings sei sie den Händler auch schwer nachzuweisen. Die Verbraucherschutzminister der Länder erwägen bereits gesetzliche Maßnahmen gegen solcherlei Preisdiskriminierung. (axk)