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Studie: Über die Hälfte der Deutschen geht mobil ins Netz

54 Prozent der Bundesbürger gehen mit Mobilgeräten online, während es 2013 noch 40 Prozent waren. Dies geht aus einer Befragung im Auftrag der Initiative D21 hervor. 70 Prozent fürchten einen illegalen Datenzugriff.

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Smartphone

(Bild: dpa, Peter Kneffel/Archiv)

Die ständig vernetzte Gesellschaft wächst in Deutschland weiter an: Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der Bundesbürger, die das Internet privat oder beruflich über das Datennetz eines Mobilfunkanbieters nutzen, um 14 Prozentpunkte auf 54 Prozent gestiegen. 23 Prozent der mobilen Surfer setzen auf eine LTE-Verbindung, während es 2013 erst sieben Prozent waren. 57 Prozent davon schwören allein für private Anwendungszwecke auf den 4G-Standard.

Die Zahlen hat TNS Infratest im Auftrag der Initiative D21 bei über 1000 Bundesbürgern telefonisch Ende September erhoben, um inzwischen zum dritten Mal im Rahmen einer am Dienstag in Berlin präsentierten Studie einen "Gradmesser" für die mobile digitale Gesellschaft zu erstellen.

Das am weitesten verbreite Endgerät der Mobilsurfer ist demnach mit 59 Prozent der Laptop. Nur einen Prozentpunkt darunter rangiert das Smartphone, das im Vorjahr erst 37 Prozent der Deutschen in Händen hielten. Über ein klassisches Handy verfügen noch 53 Prozent [–] ein Minus von 15 Prozentpunkten gegenüber 2013.

Einen Desktop-PC besitzen nur noch 48 Prozent der Untersuchungsteilnehmer, was einem Rückgang von acht Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht. Tablets verzeichnen den stärksten Zuwachs: Ihr Besitzanteil hat sich von 13 Prozent 2013 auf 26 Prozent in diesem Jahr verdoppelt. Wearables wie Datenbrillen oder Fitness-Armbänder tauchen erstmals in der Statistik auf mit einer Verbreitung von vier Prozent.

82 Prozent der Smartphone-Inhaber können die Finger kaum davon lassen, nutzen ihr Gerät mehrmals am Tag. Mit 53 Prozent nennen zwar weniger Frauen als Männer mit 63 Prozent ein Mobiltelefon mit Android, iOS oder vergleichbaren Betriebssystemen. Das weibliche Geschlecht zückt Smartphones zu 84 Prozent aber mehrfach pro Tag, während der Vergleichswert für das männliche Pendant bei 80 Prozent liegt.

Besonders häufig surfen User mobil, um zu chatten, E-Mails abzurufen oder zu schreiben, Nachrichten zu lesen oder ortsbezogene Informationsdienste in Anspruch zu nehmen. Messwerte fürs "Quantified Self" sammeln nur drei Prozent. Der mobile Zugang zu sozialen Netzwerken ist von 18 auf 26 Prozent gegenüber 2013 nach oben geklettert.

Smartphonebesitzer sind den Ergebnisse nach "überwiegend sicherheitsbewusst" bei der Inanspruchnahme ihres Geräts. 74 Prozent erklären, Nachrichten oder Anhänge nur von vertrauenswürdigen Quellen zu öffnen. 66 Prozent haben eine "automatische Handysperre mit Passwortschutz" aktiviert. Ortungsdienste etwa per GPS schalten 64 Prozent aus. Einigkeit besteht unter verschiedenen Alters- oder Bildungsgruppen, dass Jugendliche ein Smartphone nicht unter 13 Jahren verwenden sollten. (Stefan Krempl) / (axk)

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