Studie: Über hundert Milliarden US-Dollar Schäden durch Cybercrime

Laut einer neuen Studie haben Privatpersonen weltweit rund 110 Milliarden US-Dollar finanzielle Schäden durch Cyberkriminalität erlitten. Immer mehr scheinen die Netzverbrecher dabei Mobilgeräte und Accounts in soziale Netzwerken zu attackieren.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 41 Beiträge
Von

Laut einer neuen Studie (PDF-Datei) der Sicherheitsfirma Symantec haben Privatpersonen weltweit rund 110 Milliarden US-Dollar (derzeit rund 88 Milliarden Euro) an finanziellen Schäden durch Cyberkriminalität erlitten. In dem erfassten Zeitraum von Juli 2011 bis Juli 2012 soll dabei jedes Opfer im Schnitt 197 US-Dollar (rund 157 Euro) eingebüßt haben.

Insgesamt sollen 556 Millionen Erwachsene von Malware-Befall, Phishing und ähnlichen virtuellen Verbrechen betroffen gewesen sein. Pro Tag sollen es global 1,5 Millionen sein. Die Studie geht davon aus, dass zwei Drittel aller Netznutzer in ihrem Leben schon einmal Cyberverbrechern auf den Leim gegangen sind – im Studienzeitraum soll es ungefähr die Hälfte erwischt haben (46 Prozent). Dabei weisen die Ergebnisse auch auf nachlässiges Verhalten seitens der Betroffenen hin: So würden zum Beispiel 40 Prozent keine komplexen Passworte nutzen und ihre Passworte auch nicht regelmäßig ändern.

Ein besonderer Trend unter Cyberkriminellen scheint es zu sein, soziale Netzwerke und mobile Geräte aufs Korn zu nehmen – rund 20 Prozent der User wurden über diese Wege zum Opfer. Bei 15 Prozent wurde laut Studie der Social-Media-Account gekapert, 10 Prozent fielen auf falsche Links und Spam über soziale Netzwerke rein. Insgesamt glauben 75 Prozent der Befragten, dass die Cyberkriminellen immer stärker in sozialen Netzwerken aktiv werden.

In der EU sollen für die Betroffenen 16 Milliarden US-Dollar an Schäden aufgelaufen sein. Spitzenreiter bei der Schadenssumme ist China mit 46 Milliarden US-Dollar und bei der Opferquote Russland, wo 92 Prozent der Nutzer Probleme mit Netzkriminalität gehabt haben sollen. Insgesamt wurden für die Studie 13.000 Teilnehmer zwischen 18 und 64 Jahren in 24 Ländern befragt. (axk)