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Studie: Viele Internetnutzer verwenden Suchmaschinen unbekümmert

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Internetnutzer vertrauen den von ihnen genutzten Suchmaschinen und sind mit ihnen zufrieden, verhalten sich ihnen gegenüber aber auch unwissend und naiv. Das ist eines der Hauptergebnisse einer Studie (PDF), die das US-amerikanische Pew Internet & American Life Project unter anderem nach einer Befragung von 2200 Erwachsenen von Mitte Mai bis Mitte Juni 2004 erstellt hat. Die Befragten wüssten kaum etwas über die Funktionsweise der Suchmaschinen und darüber, wie und in welcher Reihenfolge die Ergebnisse präsentiert werden.

Suchmaschinen sind unter Internet-Nutzer weitgehend bekannt und werden auch rege genutzt. 84 Prozent der Befragten haben angegeben, jemals eine benutzt zu haben -- hochgerechnet sind das 108 Millionen US-Bürger -- und an einem beliebigen Tag werden die Suchmaschinen von 56 Prozent aufgesucht. 87 Prozent der Suchmaschinen-Nutzer haben angegeben, sie hätten meistens Erfolg bei der Suche. Unter ihnen sind wiederum 17 Prozent, die die gesuchten Informationen "immer finden". 68 Prozent der Befragten sehen Suchmaschinen als eine neutrale Informationsquelle an.

Dabei sind die Befragten oft nicht in der Lage, bezahlte Suchergebnisse von anderen zu unterscheiden oder die Befragten wissen nicht einmal, dass Suchmaschinen-Betreiber Ergebnislisten auch für Werbezwecke nutzen. Lediglich 38 Prozent haben angegeben, sie wüssten um einen Unterschied zwischen bezahlten und unbezahlten Ergebnissen. Nur 18 Prozent haben angegeben, sie könnten die Suchergebnisse jederzeit diesen beiden Ergebniskategorien zuordnen.

55 Prozent der Befragten haben angegeben, sie würden für sie bedeutende Informationen in gleichem Maße suchen, wie sie nach Banalem Ausschau halten würden. 28 Prozent meinten, sie nutzten Suchmaschinen eher für "ernsthafte Dinge" und 17 Prozent haben angegeben, sie suchten hauptsächlich nach "unwichtigen Informationen". Die Pew-Forscher haben die Suchanfragenranglisten von Suchmaschinen ausgewertet und eine Reihenfolge der Kategorien erstellt. Demnach stehen Suchanfragen nach Personen, Orten oder Dingen an erster Stelle. Darauf folgen 2. Handel, Reisen, Arbeit und Wirtschaft, 3. Computer und Internet, 4. Gesundheit und Wissenschaft, 5. Bildung und Geisteswissenschaften, 6. Unterhaltung und Entspannung, 7. Sex und Pornographie, 8. Kultur, Gesellschaft und Religion, 9. Regierung und Militär sowie 10. darstellende und bildende Künste.

Siehe dazu in Telepolis: (anw)

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