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Studie: Bis zu 25 Prozent der bestehenden Jobs verschwinden durch Automatisierung

Das nächste Jahrzehnt wird heikel: Einerseits werden Fachkräfte dringend gebraucht, auf der anderen Seite übernehmen Maschinen immer anspruchsvollere Aufgaben.

Studie: Wirtschaft steht vor den schwersten Verwerfungen seit Jahrzehnten

"golden disruption" / Jes / cc-by-sa-2.0

Automatisierung und demografischer Wandel werden in den kommenden Jahren für Verwerfungen sorgen, wie sie die Welt seit Jahrzehnten nicht gesehen hat. Das ist die zentrale Aussage einer umfassenden Studie der Unternehmensberatung Bain & Company. Allein in den USA würden in den 2020er Jahren bis zu 8 Billionen Dollar in Automatisierungstechniken investiert, um dem zunehmenden Fachkräftemangel zu begegnen und neue Möglichkeiten der Robotik zu nutzen. Dadurch könnten 20 bis 25 Prozent der heute bestehenden Jobs verloren gehen, berichtet Technology Review online in „Dekaden der Disruption“.

„Unsere Analysen sprechen dafür, dass die Tiefe und Breite der Veränderungen in den 2020er Jahren diese Transformation von vielen früheren unterscheiden werden“, heißt es in der Studie. Denn tatsächlich scheinen derzeit zwei Trends zusammenzulaufen, die gemeinsam dafür sorgen könnten, dass wenig bleibt, wie es war: Die Generation der Baby-Boomer, die lange Zeit über für steigende Arbeitnehmer-Zahlen und somit höhere Produktion und Nachfrage gesorgt hat, kommt in die Jahre und steht dem Arbeitsmarkt nicht mehr lange zur Verfügung. Die entstehende Knappheit könnte die Löhne steigen lassen, jedoch werden laut der Studie bald viele weitere Jobs von Maschinen übernommen werden können. Das drückt Löhne.

Letztlich könnte die Entwicklung dazu führen, dass der jahrzehntelange Trend zum Rückzug von Regierungen aus der Wirtschaft sich umkehrt: Staaten könnten das Tempo der Automatisierung mit Gesetzen verlangsamen, mit Investitionsprogrammen für Nachfrage sorgen oder ein festes Grundeinkommen für abgehängte Arbeitnehmer einführen. In diesem Zusammenhang allerdings beunruhigend: Unter Millennials in Westeuropa und den USA zeigt sich bereits heute ein deutlich größerer Anteil als Freund autoritärer Regierungen als in früheren Generationen.

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