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Studie zur "Internet-Stärke" deutscher Städte vorgestellt

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Gibt es eine "digitale Spaltung" innerhalb Deutschlands und wie lässt sich der Begriff der "Internet-Stärke" verschiedener Regionen inhaltlich füllen? Dies sind Leitfragen einer Studie von Edgar Einemann, der Professor an der Fachhochschule Bremerhaven im Studiengang Informatik/Wirtschaftsinformatik ist. Auf der CeBIT stelle Einemann seine in Buchform erschienene Studie "Das Internet in Deutschland" vor, eine ausführliche Präsentation der Ergebnisse ist auf Einemanns Homepage als PDF-Datei abrufbar.

Die unterschiedlich ausgeprägte Produktion und Nutzung von Internet-Inhalten in Deutschland verlaufe zwar nicht entlang eines Grabens, doch sei eine deutliche regionale Differenzierung erkennbar – demnach besitzt der Süden der Republik die größte Internet-Stärke, der Norden rangiert im Mittelfeld und das Ruhrgebiet – außer Bochum und Dortmund – stellt zusammen mit dem Osten Deutschlands das Schlusslicht dar.

Von den 50 größten Städten in Deutschland nimmt München den Spitzenplatz ein, wenn man die Wirtschaftskraft und die Internet-Stärke der Kommune zusammen betrachte: In München leben lediglich 1,5 Prozent aller Deutschen, doch kämen aus München mit 1,6 Milliarden Zugriffen auf Websites 20 Prozent der insgesamt acht Milliarden monatlicher Aufrufe von Internet-Seiten in Deutschland. Städte, die Unternehmenszentralen beherbergen oder die Schwerpunkte von Branchen wie Banken, Medien, Telekommunikation sind, rangieren weit vor Regionen, die durch die Schwer- oder Chemieindustrie geprägt sind. Am Beispiel von 75 Ortsteilen der Hansestadt Bremen belegt Einemann seine Vermutung, dass das Internet-Potenzial einzelner Stadtviertel eng mit deren sozialer Struktur und Wirtschaftskraft zusammenhängt. (ssu)

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