Stühlerücken bei Olympia-Sponsoren: Nortel geht, Cisco kommt

Das insolvente kanadische Unternehmen Nortel hat seinen Sponsoren-Platz bei den Olympischen Spielen 2012 in London an Cisco abgegeben.

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  • Ulrich Hilgefort

Im Reigen der Olympia-Sponsoren hat Cisco Systems den Platz des ins Straucheln geratenen kanadischen Unternehmens Nortel Network übernommen. Das haben die Funktionäre der Olympischen Spiele 2012 in London bekannt gegeben. Allerdings wird dieser Schritt die Sponsoren-Einnahmen um etwa 19,4 Millionen US-Dollar reduzieren.

Der ehemalige "Klasse-1-Sponsor" Nortel, der begonnen hat, seine Vermögenswerte zu veräußern, steht damit nicht mehr zur Verfügung, um die netztechnische Infrastruktur der Spiele bereitzustellen. Ursprünglich hatte man von Nortel über die technische Unterstützung hinaus eine Bar-Spende in Höhe von 65 Millionen US-Dollar erwartet.

Demgegenüber wird Cisco nur als Klasse-2-Sponsor auftreten. Zwar hat das Unternehmen angekündigt, alle Verpflichtungen, die Nortel eingegangen ist, zu erfüllen. Dennoch gehen die Veranstalter in London von Mindereinnahmen in Höhe von rund 20 Millionen US-Dollar aus.

Bislang haben die 20 Sponsoren rund 810 Millionen an Bargeld und Dienstleistungen zusammengetragen. Insgesamt werden aber zwischen 1,05 und 1,13 Milliarden US-Dollar an Sponsoren-Leistungen erwartet.

Nortel, ein kanadisches Unternehmen mit 127 Jahren Firmengeschichte, hatte in Folge der Wirtschaftskrise im Januar als erster großer Technologie-Konzern Gläubigerschutz beantragt. Inzwischen verhandelt das Unternehmen über den Verkauf weiterer Geschäftsbereiche, nachdem Nokia Siemens Networks Teile des Unternehmens übernehmen wollen. (uh)