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SuSE Linux 9 auch für Athlon 64

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SuSE will ab Mitte Oktober die Version 9 seiner Linux-Distribution ausliefern. Gleichzeitig mit der Version für die x86-Plattform erscheint die Distribution in einer Variante für den Athlon 64. SuSE bietet damit das erste einsatzfähige Betriebssystem für AMDs neuen 64-Bitter an.

Der Installer der neuen SuSE-Version kann jetzt NTFS-Partitionen verkleinern, was in einem Test bei c't auch problemlos geklappt hat. Das Verwaltungsprogramm Yast2 wurde um Frontends zur Konfiguration von Serveranwendungen erweitert. Die Hardwareunterstützung hat SuSE vor allem im Bereich Softmodems verbessert.

Softwareseitig ist die größte Neuerung der Umstieg von rpm 3.0.16 auf rpm 4.1.1. Die neue major release des Paketmanagers machte den Neubau aller Programmpakete notwendig. Ansonsten hat sich wenig geändert: XFree86 4.3.0 und die glibc 2.3.2 sind bei ihrem Versionsstand geblieben, wobei SuSE allerdings einige neue Grafikkartentreiber in XFree86 integriert hat. Insgesamt ist die Software so ziemlich auf dem aktuellen Stand: Kernel 2.4.21, KDE 3.1.4, Gnome 2.2.2, OpenOffice 1.1, Mozilla 1.4, Apache 1.3.28 und 2.0.47, Samba 2.2.8. Für experimentierfreudige Benutzer liegt ein aktueller 2.6er-Kernel mit im Karton.

Wie üblich bietet SuSE die Distribution in zwei Varianten an. Die Professional-Version mit über 3000 Programmpaketen umfasst für 80 Euro fünf CDs, zwei DVDs, ein Benutzer- und ein Administrationshandbuch sowie 90 Tage Installationssupport. 50 Euro verlangt SuSE für die Personal-Variante mit einigen hundert Softwarepaketen auf drei CDs, abgespeckt vor allem in den Bereichen Entwicklerwerkzeuge, Netzwerkprogramme und Serveranwendungen, nur mit Benutzerhandbuch und mit 60 Tagen Installationssupport. c't bringt in Ausgabe 21/2003 (ab Montag, den 6. Oktober, im Handel) einen ersten Testbericht von SuSE Linux 9. (odi)

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