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Südkorea: Diebe erbeuten Daten von Millionen Kreditkartenkunden

In Südkorea sind die Daten von Millionen Kreditkartenkunden offengelegt worden. Grund sei ein Datenleck bei Banken und Kreditkartenfirmen gewesen, teilte die Aufsichtsbehörde FSS mit. Offenbar sollten die Informationen verkauft werden.

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Durch ein Datenleck in Südkorea sind offenbar vertrauliche Kundendaten von Banken und Kreditfirmen in die falschen Hände geraten. Laut Medienberichten sollen 20 Millionen Kunden betroffen sein. Das entspricht ungefähr der Anzahl der Kreditkarteninhaber unter den 50 Millionen Einwohnern. Die Behörden gehen laut einer Sprecherin der Finanzaufsichtsbehörde FSS derzeit davon aus, dass die Datensätze verkauft werden sollten.

Bei den offen gelegten Daten soll es sich beispielsweise um Informationen über die monatliche Nutzung der Karte, die Kartennummern, das Gehalt des Inhabers und über dessen Kreditwürdigkeit handeln. Die Behörden gaben an, mehr als 20 Verdächtige verhaftet zu haben. Darunter sollen sich ein Mitarbeiter der Kredit-Rating-Firma Korea-Kreditbüro (KCB) sowie Personen aus dem Kreis privater Kreditgeber und Werbeunternehmen befinden.

Premierminister Chung Hong Won forderte den FSS auf, die Vorfälle genauestens zu untersuchen. Die Aufsichtsbehörde rechnete zunächst nicht mit weiterem kriminellen Missbrauch und teilte mit: "Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kreditkarten kopiert werden sind, ist sehr gering, weil keine Passwörter oder Kartenprüfnummern gestohlen wurden." Mittlerweile entschuldigten sich auch die drei großen Kreditkartenfirmen Südkoreas bei ihren Kunden für die Datenpanne. KB Kookmin Card, Lotte Card und Nonghyup teilen ihre Kreditkartendaten mit den verbundenen Banken. (mit Material der dpa) (roh)