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Südkorea erlässt Handelsverbot für virtuelle Spielgegenstände

Südkoreas Regierung plant offenbar, den Handel mit virtuellen Gegenständen aus Computerspielen zu verbieten. Regierungsvertreter begründeten den Vorstoß laut einem Bericht [1] der Korea Times damit, dass der Handel gesellschaftlichen Problemen wie etwa Jugendkriminalität Vorschub leiste. Zudem stehe das oft als "Farming [2]" bezeichnete massenhafte Einsammeln und Weiterverkaufen von virtuellen Gegenständen einer "gesunden Spielkultur" im Wege, zitiert die Zeitung einen Regierungssprecher.

Dem Bericht zufolge will das zuständige Kulturministerium das neue Gesetz gegen den "Item"-Handel im Juli vorlegen. Damit soll es auch den Anbietern untersagt werden, Spielgegenstände als Besitztümer aufzulisten und an Nutzer zu veräußern. Ebenfalls soll bei Online-Rollenspielen die Verwendung von Programmen untersagt werden, mit denen sich ein Spielcharakter automatisiert auf Schatzjagd schicken lässt. Laut Schätzungen des Ministeriums würden etwa 60 Prozent der im Internet gehandelten virtuellen Spiel-Objekte von solchen Bots eingesammelt. Auf Gesetzesübertreter sollen Strafen von bis zu 50 Millionen Won (derzeit rund 33.000 Euro) Geldbuße sowie bis zu fünf Jahren Haft warten. (axk [3])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-1619879

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.koreatimes.co.kr/www/news/tech/2012/06/129_112964.html
[2] https://www.heise.de/meldung/Studie-400-000-Menschen-verdienen-Geld-mit-Goldfarming-198934.html
[3] mailto:axk@heise.de