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Südkorea wendet sich Open Source zu

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Die südkoreanische Regierung hat laut Medienberichten Pläne bekannt gegeben, einen Teil der Desktop-Rechner und Server in staatlichen Institutionen auf Open Source umzustellen. Bis 2007 sollen 20 Prozent der Desktops und 30 Prozent der Server ausgetauscht sein, heißt es demnach aus dem Ministerium für Information und Kommunikation (MIC). Es verspricht sich dadurch jährliche Einsparungen von 300 Millionen US-Dollar.

In Südkorea soll der Wettbewerb unter den Software-Herstellern angeregt und zudem die IT-Sicherheit sowie die Vernetzung nationaler Informationssysteme verbessert werden. Nutzer von Open-Source-Software sollen künftig in der Lage sein, alle Web-basierten Dienste von Banken oder auch Behörden in Anspruch zu nehmen. Einige dieser Dienste eigneten sich momentan nur für Windows-Nutzer mit Internet Explorer.

Welche Rolle die Zusammenarbeit Südkoreas mit Japan und China bei der Entwicklung einer Windows-Alternative spielt, wurde in diesem Zusammenhang nicht bekannt. Anfang des Jahres hatte das Informationsministerium bereits Pläne zur Förderung von Open Source bekannt gegeben. Seinerzeit hieß es, Open-Source-Software habe das Potenzial, bis 2006 die Hälfte des weltweiten Softwaremarktes zu erobern. (anw)

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