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Südkorea will Akku-Regeln nach Note-7-Bränden verschärfen

Die staatliche Produktionskontrolle will in Zukunft mobile Geräte mit Lithium-Ionen-Akkus genauer unter die Lupe nehmen. Die Behörden kamen nach eigenen Tests ebenfalls zu dem Schluss, dass fehlerhafte Akkus das Samsung Note 7 brandgefährlich machten.

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Südkorea verschärft Akku-Regeln nach Note-7-Bränden

Im Samsung-Testlabor wurden 200.000 Note 7 untersucht. Den Prüflaboren standen weniger Exemplare zur Verfügung.

(Bild: Samsung)

Nach den Bränden bei Samsungs Smartphone Galaxy Note 7 will Südkoreas Regierung die Sicherheitsrichtlinien für Lithium-Ionen-Akkus verschärfen. Die Behörde für Technologie und Standards (KATS) kam jetzt nach eigenen Untersuchungen mit dem koreanischen Testlabor wie schon zuvor Samsung und unabhängige Experten im Januar zu dem Schluss, die Akkus hätten offensichtlich für die Überhitzungsgefahr bei den Note 7 gesorgt. In den Tests sei bei der Hardware und Software des Smartphones selbst dagegen nichts Ungewöhnliches gefunden worden, teilte das Ministerium für Handel, Industrie und Energie am Montag mit.

Die geplanten Maßnahmen sollen die staatliche Sicherheitskontrolle stärken, bevor ein fertiges Smartphone in den Handel gehe, hieß es. Die Hersteller sollen dazu unter anderem künftig auf Anfrage Produktproben vorlegen müssen. Außerdem will das Ministerium darauf drängen, dass die Sicherheit neu entwickelter Lithium-Ionen-Akkus zertifiziert werden muss. Grundsätzlich sollen für Smartphones und andere Mobil-Geräte mit Lithium-Ionen-Akkus mehr Sicherheitstests durchgeführt werden. Alle Änderungen sollen bis Oktober diesen Jahres eingebracht werden. Um im weltweiten Wettbewerb nicht zurückzufallen, werden einige Maßnahmen bisher nur für die nächsten fünf Jahre angedacht.

Nach ersten Bränden hatte Samsung im September zunächst eine Austauschaktion für sein Vorzeigegerät Note 7 eingeleitet. Nachdem aber auch vermeintlich sichere Ersatzgeräte in Brand gerieten, stellte das Unternehmen die Produktion und den Verkauf des Modells komplett ein.

Die Tester fanden Probleme bei den Produkten von zwei Unternehmen, die Samsung Electronics mit Batterien belieferten – der Samsungtochter SDI und dem chinesischen Herstellers Amperex Technology Ltd (ATL).

(kbe)

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