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Suma-Award für NSA-Whistleblower Edward Snowden

Der Whistleblower Edward Snowden hat für seine Aufklärungsarbeit den mit 3000 Euro dotierten Suma-Award 2016 bekommen, der zum achten Mal verliehen wurde.

Suma-Award für Edward Snowden

(Bild: dpa, Ole Spata/Archiv)

Der im russischen Exil lebende US-Amerikaner Edward Snowden hat den Suma-Award 2016 bekommen. Der mit 3000 Euro dotierte Preis wurde ihm auf dem diesjährigen Suma-Kongress in Hamburg in Abwesenheit "überreicht". Laudator Wolfgang Sander-Beuermann aus dem Suma-Vorstand lobte Snowdens Courage, der sich gegen das Vergessen und die Bequemlichkeit der Techniker dafür entschieden habe, die weltweite Überwachung durch Geheimdienste anzuprangern.

Seit den ersten Meldungen über die Existenz von PRISM habe Snowden mit den von ihm gesicherten Dokumenten dazu beigetragen, dass die Dimension der Netzüberwachung allmählich ins öffentliche Bewusstsein sickere, erklärte Sander-Beuermann. "Es tut sich was bei Facebook, Google und Co." Der Initiator des Suma-Kongresses verwies darauf, dass Snowden nicht resigniert habe, sondern weiterhin dafür sorge, dass wichtige Dokumente veröffentlicht werden.

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Den zweiten, mit 1500 Euro dotierten Suma-Preis erhielt das Projekt Pretty Easy Privacy, das eine einfache Verschlüsselung für Jedermann entwickelt. Projektleiter Volker Birk nahm den Preis in persona entgegen und versprach, dass noch in diesem Jahr erste p≡p-Apps erscheinen werden.

Der dritte, mit 500 Euro dotierte Preis ging an den Aktivisten "Peng Zhong" für sein Projekt PRISM-Break, das jeweils Alternativen für gängige Software-Produkte auflistet, die die Privatsphäre schützen und/oder die Kosten der Überwachung hochtreiben. Auch Peng Zhong erschien nicht zur Preisverleihung. (Detlef Borchers) / (anw)

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