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Sun baut 3000 Arbeitsplätze ab

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Der vor der Übernahme durch Oracle stehende Unix-, Server- und Java-Spezialist Sun Microsystems streicht 3000 Stellen. Damit müssen über 10 Prozent der 29.000 Angestellten gehen, die zu Ende Juni 2009 weltweit noch bei Sun beschäftigt waren.

Die Kürzungen sollen im Lauf der nächsten zwölf Monate erfolgen; Branchenbeobachter in den USA rechnen allerdings damit, dass jetzt verkündeten Stellenkürzungen nicht die letzten bei Sun sind. Bereits Ende vergangenen Jahres hatte Sun den Abbau von 6000 Arbeitsplätzen verkündet.

Sun schrieb zuletzt tiefrote Zahlen. Die hohen Verluste hatten Sun zur Suche nach einem Käufer bewogen. Im April schlug überraschend Oracle, größter Konkurrent des deutschen SAP-Konzerns, für 7,4 Milliarden Dollar samt Schulden zu. Zuvor war eine Übernahme durch den IT-Giganten IBM unter anderem am Streit um den Preis gescheitert. Die Übernahme durch Oracle wird allerdings noch kritisch durch die Wettbewerbshüter unter anderem der EU-Kommission geprüft.

Für den Jobabbau rechnet Sun über die nächsten Quartalen hinweg mit Einmalkosten zwischen 75 und 125 Millionen Dollar. Wie viele Stellen unter anderem in Europa wegfallen, gab der Konzern zunächst nicht bekannt. (jk)