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Sun beliefert China mit Linux-Desktop

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China, in letzter Zeit eher durch die Verfolgung von Internet-Dissidenten in die Schlagzeilen der IT-Welt geraten, wird zum ersten großen Markt für Suns Java Desktop System. Der Server- und Unix-Spezialist schloss einen Vertrag mit China Standard Software (CSSC), um Suns hauseigene, auf der Comdex offiziell angekündigte Linux-Variante für Desktop-Systeme zur Grundlage für die weitere Entwicklung in China zu machen. Suns System soll als Basis für die Einführung eines Standard-Desktop-Systems dienen.

CSSC ist ein Zusammenschluss verschiedener chinesischer Hightech-Firmen, die von der chinesischen Regierung bei der Herstellung eines Software-Systems unterstützt werden, das zum landesweiten Standard für Desktop-Rechner werden soll. Sun ist nun CSSCs bevorzugter Technologie-Partner bei diesem Vorhaben. Sun will solche Positionen auch in anderen Ländern erreichen und setzt seine Hoffnung dabei beispielsweise auf die Bemühungen weiterer ostasiatischer Länder, mit Open Source eine eigene Software-Infrastruktur aufzubauen.

China will nach den Angaben der beiden Partner insgesamt rund 200 Millionen Stück eines auf offenen Standards aufgesetzten Desktop-Systems landesweit installieren. Ende 2003 will Sun bereits die eigene Lösung liefern; in der mehrjährigen Vereinbarungen sollen zwischen 500.000 und eine Million Systeme pro Jahr auf Suns Java Desktop umgerüstet werden. (jk)

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