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Sun bringt Linux-PCs im Sommer

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Sun Microsystems, eher bekannt für dicke Solaris-Server in Unternehmen, will noch in diesem Sommer eigene Linux-Desktop-Rechner auf den Markt bringen. In einem Interview mit dem Hamburger manager magazin betonte Vorstandschef Scott McNealy, die standardmäßig mit der Bürosoftware StarOffice ausgestatteten Linux-Rechner von Sun würden deutlich weniger kosten als ein vergleichbarer PC, der mit Microsofts Betriebssystem Windows arbeite.

Neben Unternehmen visiert Sun mit dem Linux-PC erstmals auch die Zielgruppe der Privatkunden an. "Die Aussicht auf einen komplett Microsoft-freien Arbeitsplatz dürfte vielen Computer-Nutzern reizvoll erscheinen", sagte McNealy. Zurückhaltend äußerte er sich hingegen zu den Profitabilitätserwartungen: "Der Linux-Desktop ist ein Experiment, das sich sehr schnell rechnen muss." Es werde keine Quersubventionierung des neuen Rechners durch andere Produktlinien des Computerkonzerns geben.

Im Herbst vergangenen Jahres hatte Sun schon angekündigt, Linux auf den Unternehmens-Desktop bringen zu wollen. Allerdings sollten die Pinguin-Rechner vor allem in "limited-use environments" zum Einsatz kommen, in Verwaltungen, bei Banken und in Call-Centern also, wo nur wenige unterschiedliche PC-Aufgaben zu erledigen sind. Zusammen mit einem Sun-Server sollten die Linux-PCs dann in einer Größenordnung von 100 Rechnern pro Order an den Mann gebracht werden. (pmz)

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