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Sun gewinnt Großkunden für neues Video-Streaming-System

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Der weltgrößte Telekommunikationskonzern AT&T wird seinen IPTV-Dienst U-verse auf Video-Servern von Sun betreiben. Zum Einsatz kommt das erst im Frühjahr vorgestellte Sun Streaming System, das in der Lage ist, 160.000 simultane Streams im Unicast-Verfahren mit einer Kapazität von je 2 MBit pro Sekunde zu bewältigen. Für hochaufgelöste Filme (HD) wird etwa die vierfache Übertragungsleistung benötigt – entsprechend verringert sich die Zahl der gleichzeitig bedienten Streams um den Faktor vier. Das System unterstützt die Videoformate MPEG-2 und H.264 (MPEG-4).

Sun-Mitgründer Andy Bechtolsheim selbst hatte das System über vier Jahre mit rund 70 Mitarbeitern entwickelt. Pro System werden vier Storage-Server vom Typ Fire X4100 und ein Fire X4500 mit dem neu konzipierten, so genannten Video Streaming Switch Sunfire X4950 in ein gemeinsames Rack integriert. Kernstück ist die X4950-Videopumpe, die über 16 Netzwerkports Daten aus den Storage-Servern ansaugt und dann aus seinem Hauptspeicher von zwei Terabyte direkt über das Telecom-Netz in die DSL-Leitungen der Verbraucher pumpt.

AT&T will insgesamt bis zu 6,5 Milliarden US-Dollar in die Infrastruktur für den neuen U-verse-Dienst investieren, der Kunden Highspeed-Internet, IPTV, Video-on-Demand und später auch VoIP ins Haus bringen soll. Bis zum Ende des Jahres sollen acht Millionen Haushalte in acht US-Bundesstaaten erreicht werden. Sun beziffert die Anschaffungskosten des Streaming Systems auf knapp 50 US-Dollar pro unterstütztem SD-Videostream und rechnet vor, dass Telekommunikationsunternehmen diese Investitionen durch den Verkauf von Video-on-Demand-Diensten "innerhalb weniger Monate refinanzieren" könnten. (pmz)