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Sun gibt Patente rund um OpenSolaris frei

Sun macht 1.600 Patente rund um OpenSolaris der Open-Source-Gemeinde unter der von der Open Source Initiative abgesegneten Open-Source-Lizenz CDDL frei zugänglich. Das soll Entwicklern am Quellcode von Solaris Schutz vor Patentansprüchen bieten. Die Mitteilung geht jedoch nicht darauf ein, wie sich die Freigabe der Patente auf Open-Source-Software unter anderen Lizenzen auswirkt. Problematisch dürfte dies sein, wenn die Open-Source-Lizenzen zueinander inkompatibel sind, etwa bei der Genehmigung des Codeeinsatzes in Closed-Source-Projekten. Das ist bei der CDDL und der GNU General Public License (GPL) vermutlich der Fall.

Erst vor kurzem hatte auch IBM mit der Freigabe von 500 Patenten Schlagzeilen gemacht. Auf eine bestimmte Open-Source-Lizenz hat sich IBM jedoch, anders als Sun, nicht festgelegt; alle der von der Open Source Initiative (OSI) abgesegneten Lizenzen sind mit der Freigabe berücksichtigt. Aber auch das Verhalten und die Auswahl der Patente aus dem um die 40.000 Patente umfassenden Patent-Portfolio von IBM ist nicht unumstritten.

Zudem hat Sun unter Opensolaris.org wie erwartet ein Portal rund um OpenSolaris gestartet. Hier wurde mit der Software Dynamic Tracing (DTrace) ein erster Teil des Solaris-10-Quellcodes unter der CDDL veröffentlicht. Weitere Teile sollen später folgen.

In einer Roadmap hat Sun Details zu den weiteren Planungen rund um OpenSolaris zusammengestellt. In Zukunft soll ein spätestens im März gegründeter Verwaltungsrat aus fünf Mitgliedern die Weiterentwicklung von OpenSolaris koordinieren. Zwei der Mitglieder sollen Sun-Mitarbeiter sein, zwei sollen die OpenSolaris-Community wählen. Das letzte Mitglied soll von Sun aus dem Kreis der Open-Source-Gemeinde ernannt werden. (thl)

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