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Sun plant effektiven Patentschutz für Solaris

Sun Microsystems hat viel Arbeit in sein Open-Source-System Solaris gesteckt. Damit sich die Investition aber auch lohnt, will sich das Unternehmen künftig mit einem Patentschutz gegen den Diebstahl geistigen Eigentums besser absichern, berichten US-Medien. Auf diesem Wege solle Solaris auch effektiver mit Linux konkurrieren können. Mehr als Andeutungen gibt es indes nicht; Details wird Sun-CEO Scott McNealy wohl erst bei der Vorstellung der Lizenzbedingungen für das neue Solaris 10 in den kommenden Wochen bekannt geben.

Auf einer Veranstaltung erklärte er das Prinzip des Patenschutzes mit dem Beispiel der Einigung im Java-Patentstreit, in deren Zuge Sun dem Fotokonzern Kodak rund 92 Millionen US-Dollar für die Nutzungsrechte zahlt. "Man sollte eine Firma haben, die einen beschützt und im Zweifel diese 92-Millionen-Kugel wegstecken kann", sagte er. Der beste Schutz seien eigene Patente, die einem Klagen vom Leib halten, weil man diese mit Gegenklagen kontern könne, sagte er.

Zugleich versicherte McNealy, dass sein Unternehmen die Patente nicht missbrauchen werde, um andere Open-Source-Entwickler unter Druck zu setzen. Ob er jede Skepsis mit diesem Versprechen wirklich aus der Welt geräumt hat, ist indes fraglich. Spätestens seitdem SCO meint, Elemente des Unix-Codes in Linux nachweisen zu können und Eigentumsansprüche geltend macht, darf Urheberrechtsschutz als eine der Hauptwaffen von IT-Unternehmen im harten Wettbewerb angesehen werden. (tol)

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