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Sun will Solaris und Linux zusammenbringen

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Unter dem Namen Indiana hat Sun ein Projekt gestartet, das Linux und Solaris kompatibler zueinander machen soll. Genauere Angaben fehlen noch; zunächst ist bekannt, dass Indiana in die Zuständigkeit von Debian-Gründer Ian Murdock fällt, der im März zu Sun wechselte und dort als Chief Operating Platforms Officer für neue Betriebsystemstrategien verantwortlich ist. Der Projektname soll für Murdocks Heimatstaat stehen.

Techniken wie DTrace – womit sich die Laufzeiteigenschaften von Anwendungen untersuchen lassen, um so Performance-Engpässe im System oder im Netzwerk aufzuspüren – und das Filesystem ZFS zählen zu den Highlights von Solaris. In Sachen Gebrauchsfreundlichkeit und Hardware-Erkennung besteht gegenüber dem freien Betriebssystem jedoch Nachholbedarf.

Die Aufnahme von Linux-Elementen wie Paketmanagement-Tools oder eine flexiblere Shell dürfte Solaris zugänglicher machen. Ein Hindernis dabei ist jedoch die unterschiedliche Lizenzierung der beiden Betriebssystem-Kernel. Suns Open-Source-Lizenz CDDL für OpenSolaris ist nicht GPL-kompatibel. Sollte Sun sein Betriebssystem tatsächlich unter die GNU General Public License stellen, wäre eine wichtige Hürde, Code vom einen System in das andere zu übernehmen, aus der Welt geschafft.

Denkbar wäre in diesem Rahmen auch eine Kombination aus einer GNU/Linux-Systemumgebung mit Solaris-Kernel. Das Prinzip ist nicht neu. Das 2005 ins Leben gerufene Projekt NexentaOS setzt zum Beispiel einen OpenSolaris-Kernel mit Ubuntu ein. (akl)