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Sun will intensiv mit Microsoft kooperieren

Microsoft und Sun legen alle ihre juristischen Streitigkeiten in den USA bei. Außerdem haben beide Unternehmen eine breite Zusammenarbeit angekündigt. Sie wollen erreichen, dass ihre Produkte besser zusammenarbeiten. Die Einigung betreffe auch Patente und andere Angelegenheiten.

Sun-CEO Scott McNealy sagte laut Mitteilung, die Vereinbarung sei der Grundstein für eine neue Beziehung zwischen den beiden Unternehmen zu Gunsten der Kunden. Herausspringen sollen neue Produkte und neue Möglichkeiten für die Kunden, die verschiedene Serverprodukte miteinander kombinieren wollen -- ganz nach den Vorstellungen des "Seamless Computing", das Bill Gates seit einigen Monaten propagiert. "Unsere Unternehmen werden trotz der Zusammenarbeit weiterhin hart konkurrieren", sagte Microsoft-Chef Steve Ballmer. Sun betont, dass mit den Vereinbarungen Ziele erfüllt wurden, die das Unternehmen in der EU verfolgt habe.

Beide Unternehmen versprechen sich Senkungen der Entwicklungs- und Forschungskosten. Das bezeichnet Microsoft als eine Grundlage für das Wachstum der Branche. Im Rahmen der Vereinbarung zahlt Microsoft 700 Millionen US-Dollar an Sun, um die Kartellangelegenheiten zu beenden sowie 900 Millionen für die Patentstreitigkeiten. Außerdem zahlen sich beide Unternehmen gegenseitig Lizenzgebühren für genutzte Techniken. Microsoft macht hier mit einer Zahlung von 350 Millionen US-Dollar den ersten Schritt. Microsoft werde weiterhin Kunden mit Microsoft Java Virtual Machine mit Support beistehen, heißt es weiter.

Zudem hat Sun Microsystems die vorläufigen Zahlen für das vergangene Quartal vorgelegt. Demnach werde der Umsatz 2,65 Milliarden US-Dollar betragen und der Nettoverlust um 750 Millionen US-Dollar. Um die Kosten weiter zu reduzieren, sollen 3300 Arbeitsplätze abgebaut werden. Daraus werden sich Belastungen in Höhe von 475 Millionen US-Dollar über die kommenden Quartale ergeben, teilt das Unternehmen mit. Im Vergleichsquartal des Vorjahres betrug der Umsatz 2,79 Milliarden US-Dollar bei einem Nettogewinn von 4 Millionen US-Dollar. (anw)

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