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Supercomputer 2011: SPEC-Benchmarks für Beschleuniger und OpenMP

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Die High Performance Group der Standard Performance Evaluation Company (SPEC) arbeitet an einem Benchmark für Computer-Systeme mit Gleitkomma-Beschleuniger. Anlässlich der Konferenz Supercomputer 2011 hat sie bekannt gegeben, dass sie dafür zwei Kandidaten erprobt: Parboil, eine Benchmarksuite der Universität von Illinois und Rodina von der Universität von Virginia.

Parboil enthält zwölf klassische wissenschaftliche Aufgabenstellungen wie Fast Fourier Transformation; Rodina 2.0 ist mit 17 Programmen, etwa CFD, noch umfangreicher. Und es unterstützt neben Nvidias Cuda auch OpenMP und OpenCL. SPEC will die Beschleuniger-Programme aber unter den neuen offenen Programmierstandard OpenACC von PGI, Cray und Cramp bringen, der Anfang der Woche verkündet wurde.

Bislang unterstützt OpenACC allein Nvidia-Hardware; SPEC hofft aber, dass bald auch AMD- und Intel-MIC-Hardware eingebunden werden können, wo doch beide Firmen neben IBM, Fujitsu, SGI, PGI und anderen im SPEC-Unterausschuss sitzen, dazu die beiden genannten Universitäten und die technische Universität Dresden.

Nvidia fehlt noch. Allerdings ist der Grafikchiphersteller gerade dem OpenMP Architecture Review Board (ARB) beigetreten, der derzeit intensiv an dem Einbau der Beschleuniger auf Basis von OpenACC arbeitet. Auch Texas Instruments ist kürzlich hinzugekommen, dort wurde OpenMP für die Programmierung der TMS320C66x-DSPs adaptiert. Das OpenMP-ARB sieht nun eine breitflächige Ausweitung von OpenMP in den Embedded Bereich hinein, wo Mehrkernsysteme immer üblicher werden.

Für den schon ziemlich betagten SPEC-OpenMP-Benchmark soll es in Kürze ein Update geben, um die Möglichkeiten der neuen OpenMP-3.0-Version zu berücksichtigen. Außerdem soll der neue SPEC-OpenMP-Benchmark zusätzlich den Energieverbrauch mit berücksichtigen. Hierbei kann SPEC für die Verbrauchsmessung auf das bewährte Setup von SPECPower zurückgreifen. (as)

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