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Supercomputer: Intel bringt Omni-Path, aber noch keinen neuen Xeon Phi

Das für HPC optimierte Interconnect Omni-Path ist fertig, Xeon Phi Knights Landing noch nicht ganz. Frühe Prototyp-Systeme werden aber an einige ausgewählte Partner verteilt.

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xeonphi

(Bild: Intel)

Intel lässt auf der Supercomputer-Konferenz SC15 in Austin/Texas die für High Performance Computing (HPC) optimierte Interconnect-Technik Omni Path offiziell vom Stapel. Omni-Path soll 17 Prozent kürzerer Latenzzeiten und eine um 7 Prozent höherer Message-Rate bieten als InfiniBand EDR.

Zunächst sollen PCIe-Karten herauskommen, bevor dann Omni-Path in die Xeon- und Xeon-Phi-Chips wandert. Doch der für Omni-Path vorgesehene Supercomputer-Beschleunigungsprozessor Xeon Phi Knights Landing hält sich noch vornehm zurück. Vom ersten "kommerziell verfügbaren" System, wie es HPC-Chef Raj Hazra im Sommer auf der ISC15 in Frankfurt fürs Jahresende versprochen hatte, ist derzeit noch nicht wirklich was zu sehen. Lediglich drei Vorproduktions-Systeme sind bei Cray, dem Sandia Lab und in Frankreich bei CEA im Einsatz, wie man so hört, alle noch im schon über einem Jahr alten A0-Stepping.

Auf der begleitenden Ausstellung der SC15 stellt Intel mit einem weiteren Demo-System die prinzipielle KNL-Lauf- und Leistungsfähigkeit mit der Musiksoftware Marquee unter Beweis. Im Rahmen der Designgrundlagen von Intels Scalable System Framework SSF arbeiten außer Cray viele weitere Hersteller mit, darunter Dell, HPE, Fujitsu, Lenovo, Supermicro, Sugon, Colfax … Von Colfax soll in der ersten Jahreshälfte 2016 eine selbstbootende Workstation mit KNL herauskommen, das dürfte dann wohl der erste kommerzielle Anbieter sein.

Auf Intels HPC-Developer-Konferenz, die am Wochenende vor der SC15 in Austin stattfand, durfte Intel-Fellow Bill Magro immerhin schon mal einen Waver mit den riesigen Dice von über 700 mm² herumzeigen.

Intel-Fellow Bill Magro zeigt den Wafer mit den riesigen Xeon-Phi-KNL-Dice.


Viele weitere spezielle Partnerschaften betreibt Intel im HPC-Bereich. Erst vorige Woche wurde die OpenHPC als eine Art Gegenstück zur OpenPower-Bewegung gegründet.

Für das Dateisystem Lustre, für das im aktuellen Quartal neue Versionen für Enterprise, Cloud und eine Foundation-Version herauskommen, betreibt Intel bei Partnereinrichtungen sogenannte Intel Lustre Research Center. Gleich drei deutsche Einrichtungen sind dabei: die Universität Hamburg, die Johannes Gutenberg-Universität Mainz und das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung. (as)