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Supercomputer Mogon an der Uni Mainz eingeweiht

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Mogon: 14 Racks mit 2140 AMD-Interlagos-Prozessoren

(Bild: Johannes Gutenberg-Universität Mainz)

Mit 287 TFlops Spitzenleistung gehört der am heutigen Montag an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz eingeweihte Supercomputer namens Mogon zu den schnellsten in Deutschland. Daneben hat die rheinland-pfälzische Wissenschaftsministerin Doris Ahnen auch den wesentlich kleineren Xeon-Cluster Elwetritsch an der TU Kaiserslautern offiziell seiner Bestimmung übergeben. Beide sind im Rahmen der Allianz für Hochleistungsrechnen In Rheinland Pfalz (AHRP) eingebunden. Mit ihrer Glasfaserverbindung von 120 GBit/s verfügen sie über Deutschlands schnellste Verbindung zwischen zwei Universitäten.

Mogon – der Name steht für Mogontiacum, dem lateinischen Namen der Stadt Mainz – ist rechtzeitig zwei Wochen vor Beginn der Internationalen Supercomputer Conference ISC12 in Hamburg fertig geworden, um so in die dort veröffentlichte nächste Top500-Liste der weltweit schnellsten Supercomputer einziehen zu können. Im Linpack-Benchmark lässt er sich auf etwa 210 TFlops taxieren, womit er auf der aktuellen Top500-Liste etwa Platz 50 belegen würde.

Insgesamt rund 5,5 Millionen Euro haben die Landesregierung Reinland Pfalz, die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die beiden Universitäten in die neuen Hochleistungsrechner investiert. Das Zentrum für Datenverarbeitung (ZDV) der Johannes-Gutenberg-Universität hatte sich dabei aus Kostengründen für ein AMD-Bulldozer-Cluster entschieden. Intel Xeon-Prozessoren sind zwar leistungsfähiger, aber eben auch deutlich teurer.

Mogon besteht aus 14 Racks mit 535 großen Knoten zu jeweils vier Interlagos-Prozessoren (Opteron 6272). Das macht insgesamt 34.240 Integer-Rechenkerne und 17.110 FPUs, die über 84 TByte Hauptspeicher und 1 PByte lokalen Festplattenspeicher verfügen. Mit 480 kWatt bei Volllast ist der neue Rechner doppelt so energieeffizient wie sein Vorgänger. Anwender sind vor allem Institute und Arbeitsgruppen aus ganz Rheinland Pfalz primär aus dem Bereich der Naturwissenschaften. Die Simulation auf dem Rechner hat sich dabei neben Experiment und Theorie als drittes Forschungsstandbein etabliert. Vorrangig sind es Aufgaben aus der Physik, aber auch Mathematik, Biologie, Medizin, Geowissenschaften und andere Fachbereiche nutzen zunehmend die Möglichkeiten des High Performance Computing für ihre Forschung. (as)